Er beklaute Schlafenden in Linie 7, doch dann wurde der Fall eingestellt

Dresden - Straßenbahnen sind für Amin S. (24) keine gute Wahl. Weil er in Bahnen in Dresden klaute, steht er vor Gericht. Und der Tunesier wurde gefasst, als er per Tram wieder ins Land kam ...

Amin S. (24) war schon mal abgeschoben, kam aber mit der Straßenbahn zurück nach Deutschland.
Amin S. (24) war schon mal abgeschoben, kam aber mit der Straßenbahn zurück nach Deutschland.  © Thomas Türpe

Der Reihe nach: Laut Anklage klaute Amin S. in Dresdens Straßenbahnen anderen die Handys. Einmal gar einem Schlafenden in der Linie 7.

Das Opfer wurde wach, forderte sein iPhone (250 Euro) zurück. Da soll sich Amin den Weg per Messer freigefuchtelt haben. Weil der Tunesier abgeschoben wurde, wurden die Fälle eingestellt.

Aber: "Ich lebte dann in der Schweiz", so Amin. "Ich wollte mit der Tram zum Supermarkt. Aber die Haltestelle liegt auf deutscher Seite ..."

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Im Grenzgebiet reiste er so wieder ein, wurde gefasst.

"Das war Zufall. Das wollte ich gar nicht", so Amin, der aber dort schon eine Strafe wegen Drogenhandels kassierte.

Die Justiz in Dresden nahm jedenfalls die Straßenbahn-Fälle wieder auf. Nun ist Prozess. Amin gestand zum Teil.

Er gab zu, den Schlafenden beklaut zu haben. "Aber ich hatte kein Messer", beteuert er. Urteil folgt.

Titelfoto: Thomas Türpe

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