Prozess gegen Revolution Chemnitz unterbrochen: Angeklagter bringt kein Wort raus

Dresden/Chemnitz - Der Prozess gegen die rechtsextremistische Gruppe "Revolution Chemnitz" ist am Montag in Dresden schon nach kurzer Zeit unterbrochen worden.

Bis mindestens Ende Februar 2020 wird im extra gesicherten Terror-Gerichtssaal am Dresdner Stadtrand verhandelt.
Bis mindestens Ende Februar 2020 wird im extra gesicherten Terror-Gerichtssaal am Dresdner Stadtrand verhandelt.

Einer der Beschuldigten war nach Angaben des Vorsitzenden Richters Hans Schlüter-Staats nicht verhandlungsfähig. Der 28-Jährige hatte als erster der acht Angeklagten in dem Verfahren am Oberlandesgericht Dresden aussagen wollen. Allerdings brachte er dann kein Wort mehr heraus und zitterte am ganzen Körper. Am 8. November soll er erneut befragt werden.

In dem Verfahren sind acht Männer im Alter von 21 bis 32 Jahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung angeklagt, fünf von ihnen zudem wegen schweren Landfriedensbruchs und einer auch wegen gefährlicher Körperverletzung. Sie stehen im Verdacht, einen Umsturz der demokratischen Ordnung mit Waffen geplant zu haben. Die Anklage attestiert den Beschuldigten eine nationalsozialistische Gesinnung.

Auslöser für die Bildung der Gruppe war der gewaltsame Tod eines Deutschen am Rande des Chemnitzer Stadtfestes Ende August 2018. Danach kam es in der Stadt zu ausländerfeindlichen Ausschreitungen. Der Prozess findet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Der 28-jährige Sven W. hatte als erster der acht Angeklagten in dem Verfahren am Oberlandesgericht Dresden aussagen wollen.
Der 28-jährige Sven W. hatte als erster der acht Angeklagten in dem Verfahren am Oberlandesgericht Dresden aussagen wollen.

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