Es ist Linda! 16-jährige IS-Kämpferin aus Pulsnitz identifiziert

Irakische Soldaten posieren mit der jungen IS-Kämpferin.
Irakische Soldaten posieren mit der jungen IS-Kämpferin.

Dresden - Die im Irak aufgefundene Linda W. ist jetzt identifiziert worden. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, ob es sich bei dem Mädchen wirklich um die 16-Jährige aus Pulsnitz bei Dresden handelt.

Wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Samstagmorgen mitteilte, handelt es sich aber zweifelsfrei um die Schülerin.

Ehemalige Freundinnen des Mädchens erkannten Linda auf den Fotos bereits wieder. Ein Offizier der Armee behauptete am Dienstag allerdings, unter den Kämpferinnen wäre niemand jünger als 30.

Das Mädchen, das sich vor einem Jahr dem IS angeschlossen hat und vermutlich über die Türkei nach Syrien reiste, wird nun von der Deutschen Botschaft im Irak konsularisch betreut.

Ob und wann die 16-Jährige zurück nach Deutschland kommt, wurde nicht mitgeteilt.

Update 17.03 Uhr: Weitere Äußerungen von Barbara Lüke

Die Familie habe sehr zurückgezogen gelebt, sagte Lüke, Sie sei im Ort kaum präsent gewesen. Die Hinwendung der 16-Jährigen zum Islam sei an der Schule registriert worden, zum Beispiel an der Kleidung.

Deshalb habe es auch Gespräche mit dem Schulleiter und den Eltern gegeben. "Es war jedoch überraschend, dass sich das Mädchen derart hat radikalisieren lassen", sagte die Bürgermeisterin. Das sei offenbar ausschließlich über das Internet erfolgt.

Update 16.15 Uhr: Bürgermeisterin von Pulsnitz äußert sich: "Es wird nicht so sein, als wäre nichts passiert"

Nach Ansicht der Bürgermeisterin von Pulsnitz, Barbara Lüke (49, parteilos), ist es derzeit nicht absehbar, ob und wann das im Irak identifizierte Mädchen wieder in die Kleinstadt zurückkehrt.

Zunächst sei sie jedoch erleichtert, dass die 16-jährige Schülerin gefunden wurde. "Man muss abwarten, es wird jedoch nicht so sein, als wäre nichts passiert", sagte sie am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Sie wisse auch nicht, ob die Eltern möglicherweise den Ort verlassen. Anfeindungen gegen sie habe es nicht gegeben, betonte die Bürgermeisterin.

Jetzt wurde Linda W. identifiziert.
Jetzt wurde Linda W. identifiziert.

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