Nach Pleite! Qimonda-Mitarbeiter bekommen ihr Geld zurück

Vor acht Jahren ging der Speicher-Chipherstellers Qimonda pleite.
Vor acht Jahren ging der Speicher-Chipherstellers Qimonda pleite.  © Steffen Füssel

Dresden - Millionen für Ex-Qimondianer! Acht Jahre nach der Pleite des Speicher-Chipherstellers Qimonda bekommen 5611 Ex-Mitarbeiter und 756 weitere Gläubiger der früheren Chipfabrik in Dresden Geld zurück.

Insolvenzverwalter Michael Jaffé (53) zahlt insgesamt 73 Millionen aus! 42,3 Mio. Euro stammen aus dem Verkauf der Fabrikanlagen und der Verwertung der sonstigen Insolvenzmasse, die übrigen 31 Mio. aus einer Einigung mit dem früheren Mehrheitsgesellschafter Infineon.

Die Ex-Mitarbeiter erhalten nun bis zu fünfstellige Summen, etwa für Lohnansprüche, Reisekosten oder Überstunden-Zahlungen, die wegen der Insolvenz nicht mehr ausgezahlt wurden.

Jaffé kündigte an, dass die Gläubiger mit weiteren Zahlungen rechnen können. „Mit diesem erheblichen Erfolg war zu Beginn des Verfahrens nicht zu rechnen“, so Jaffé. Denn anfangs wären überhaupt keine flüssigen Mittel mehr in der Kasse der Speicherfabrik vorhanden gewesen.

Qimonda hatte 2009 Insolvenz angemeldet, Unternehmenssitz war München, die Dresdner Fabrik der Hauptproduktionsstandort mit 3000 Mitarbeitern. Die Zahlungen gehen ausschließlich an Mitarbeiter und Gläubiger des ehemaligen Dresdner Werks, da das Verfahren für München separat läuft.

Titelfoto: Steffen Füssel


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