Frosteinbruch zum Wochenende: Winzer heizen ihren Reben ein

Dresden - Frostige Nächte lassen die sächsischen Winzer nicht schlafen. Denn Tiefsttemperaturen um den Gefrierpunkt bedrohen die Rebstöcke in den Junganlagen, bei denen die ersten Blätter schon ausgetrieben sind. Jetzt heizen Winzer ihren Reben richtig ein.

Zwei Wackerbarth-Mitarbeiter überwachen nachts die Frostschutzfeuer zwischen den jungen Rebstöcken.
Zwei Wackerbarth-Mitarbeiter überwachen nachts die Frostschutzfeuer zwischen den jungen Rebstöcken.  © dpa/Sebastian Kahnert

"Um die Rebstöcke vor dem Spätfrost zu schützen, haben wir in der Nacht zum Donnerstag rund 260 kleine Weinbergsfeuer angefacht und werden sie auch in den nächsten Frostnächten bis 13. April befeuern", so Wackerbarth-Sprecher Martin Junge.

Die Frostkerzen aus der Ebersbacher Kerzenfabrik erwärmen drei frostanfällige Weinberge in Weinböhla und Diesbar-Seußlitz - insgesamt 6,3 Hektar.

Des besonderen Schutzes bedürfen 3300 junge Muscaris-Rebstöcke, 12.500 Bacchus- und 11.000 Müller-Thurgau-Rebstöcke. "Mit den Feuern können wir die Temperatur rund um die Rebstöcke um etwa vier Grad erhöhen."

Auch das Weingut Schuh in Sörnewitz entzündet in den kommenden Nächten rund 100 Frostschutzfeuer in der Steillage "Meißner Klausenberg“.

"Im April 2017 hatten wir bei ähnlicher Wetterlage gute Erfahrungen mit Frostschutzfeuern im Klausenberg gemacht und den Austrieb und damit die Ernte unserer Dunkelfelder-Trauben sichern können", erklärt Katharina Pollmer.

"Wir sind uns als nachhaltig wirtschaftende Winzer bewusst, dass die Holzfeuer nur in absoluten Ausnahmefällen sinnvoll sind."

Das Weingut Schuh hat kleine Feuer in der Steillage "Meißner Klausenberg" entzündet.
Das Weingut Schuh hat kleine Feuer in der Steillage "Meißner Klausenberg" entzündet.  © Steffen Füssel
Die gerade erst aufbrechenden Knospen müssen vor dem Nachtfrost geschützt werden.
Die gerade erst aufbrechenden Knospen müssen vor dem Nachtfrost geschützt werden.  © Steffen Füssel

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