Anstieg um 60 Prozent! Zastrow will Radler-Zuwachs nicht wahrhaben

Dresden - Laut Rathaus sind immer mehr Dresdner mit Rad, Bus, Bahn oder auch zu Fuß unterwegs. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl der Radler gar um 60 Prozent. Der Autoverkehr stagniert.

Die Zahl der Brückenradler stieg in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent.
Die Zahl der Brückenradler stieg in den letzten zehn Jahren um 60 Prozent.  © Christian Suhrbier

Jahr für Jahr zählt die Stadt den Verkehr an den Elbbrücken. Wurden 2009 am Zähltag zwischen 6 und 20 Uhr noch 22 428 Radfahrer registriert, waren es 2018 bereits 35 694 Radfahrer.

Den größten Zuwachs an Radfahrern gab es auf Flügelwegbrücke (doppelt so viel) und Carolabrücke.

Auch der ÖPNV legt zu. Zwischen 2009 und 2017 konnte durch die Brückenzählungen eine Steigerung um 16 Prozent dokumentiert werden. Querten 2008 noch 88 170 Fahrgäste am Tag die Elbbrücken, waren es 2017 bereits 102 186.

Die Zahl der Fußgänger stieg um elf Prozent. Die Zahl der Autos blieb gleich. Datengrundlage sind Zählungen.

FDP-Chef Holger Zastrow (50) zweifelt daran. Er spricht von einer PR-Show und Zahlentricks des grünen Bürgermeisters: "Der Zahlensalat widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen, insbesondere beim Autoverkehr. So haben allein die Pendler nach und aus Dresden um zusammen 20 Prozent zugenommen."

Zudem sei der Anstieg der Radler auf den Super-Sommer 2018 zurückzuführen.

Holger Zastrow (50, FDP).
Holger Zastrow (50, FDP).  © Holm Helis

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