Diskussion um Radwege: Wie weiter mit der "Holperpiste" Gerokstraße?

Dresden - Seit Ende 2018 ist die linke Ratsmehrheit Geschichte. Am Donnerstag nutzten CDU, FDP und Bürgerfraktion eine Aktuelle Stunde zur Generalabrechnung mit der linken "autofeindlichen" Verkehrspolitik.

Die Gerokstraße muss dringend saniert werden. Es droht jedoch Ärger.
Die Gerokstraße muss dringend saniert werden. Es droht jedoch Ärger.  © Thomas Türpe

Aktuellstes Beispiel: die Gerokstraße.

Dass die Holperpiste durch die Johannstadt saniert werden muss, ist unstrittig.

Doch der aktuelle Plan, dort Radwege anzulegen und vor allem Autofahrern Platz wegzunehmen, stößt erneut auf heftige Kritik der Konservativen.

Zumal (außer Radler) tatsächlich alle Verkehrsteilnehmer nach einer Sanierung der Straße länger brauchen als vorher.

Studien der Stadt bestätigen: Fußgänger warten an roten Ampeln statt bisher maximal 55 dann 67 Sekunden.

Die mittlere Wartezeit für Strabas erhöht sich zum Beispiel an der Elisenstraße von acht auf 33 Sekunden. Die Rückstaulänge bei Autos wächst von maximal 92 Sekunden auf satte 165 Sekunden.

Aus Sicht der Stadt kein Problem: "Die Knotenpunkte bleiben leistungsfähig", heißt es in einem internen Papier. FDP-Chef Holger Zastrow (50) ist verärgert: "Zugunsten des Radfahrers werden Autos und Strabas in den Stau gestellt. Mehr haben Linke, Grüne und SPD nicht erreicht."

Holger Zastrow (50).
Holger Zastrow (50).  © Steffen Füssel

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