Rathaus entschärft Dresdens gefährlichste Unfall-Spots

Dresden - Immer wieder hat es in den letzten Jahren ausgerechnet an der Kreuzung Borsberg-/Tittmann-/Müller-Berset-Straße gekracht. Jetzt hat sich die Stadt den Unfallschwerpunkt in Striesen vorgeknöpft. Nicht das einzige Projekt der Dresdner Unfallkommission.

Unfälle gab es am Beginn und am Ende der Marienbrücke. Die Stadt hat beide Bereiche mittlerweile entschäft.
Unfälle gab es am Beginn und am Ende der Marienbrücke. Die Stadt hat beide Bereiche mittlerweile entschäft.  © Thomas Türpe

Seit gestern kann aus der Tittmannstraße nur nach rechts in die Borsbergstraße in stadtwärtiger Richtung gefahren werden.

Hintergrund: In den letzten Jahren ist es zu mehreren teils schweren Unfällen gekommen. Meist wollten Autofahrer dabei aus der Tittmannstraße weiter geradeaus fahren oder links abbiegen.

Die Unfallkommission der Stadt, bestehend aus Amtsleitern im Rathaus, TU-Professoren und Polizisten, tagt im Schnitt fünfmal im Jahr.

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Von der Polizei gemeldete Unfälle werden akribisch erfasst, in einem Computerprogramm hinterlegt und klassifiziert. In Dresden gibt es demnach 300 Unfallhäufungsstellen.

Unterschieden wird nach Massenunfall-Schwerpunkten (mindestens 15 gleiche Unfälle pro Jahr, Strehlener Platz), schweren und leichten Punkten.

Manchmal reicht ein entfernter grüner Pfeil, um Abhilfe zu schaffen. Bei Massenschwerpunkten streckt die Kommission jedoch meist die Waffen. Solche Kreuzungen bedürfen im Regelfall einer völligen Neuplanung.

Fertig wird die 1991 gegründete Arbeitsgruppe dabei aber nie. Aktuell wird eine neue Rangliste der Crash-Kreuzungen erstellt, die bis 2021 abgearbeitet werden soll. "Wir haben viele Kreuzungen entschärft, es kommen immer wieder neue dazu", so der bisher zuständige ehemalige Straßenamts-Chef Reinhard Koettnitz (64).

Auf der Marienbrücke kam es immer wieder zu schweren Unfällen.
Auf der Marienbrücke kam es immer wieder zu schweren Unfällen.  © Roland Halkasch
Im Bereich Zwinglistraße gab es zwischen 2015 und 2017 insgesamt 13 Zusammenstöße mit Verletzten, 12 mal traf er Radfahrer. Der Radweg wurde besser markiert. Weitere Maßnahmen folgen.
Im Bereich Zwinglistraße gab es zwischen 2015 und 2017 insgesamt 13 Zusammenstöße mit Verletzten, 12 mal traf er Radfahrer. Der Radweg wurde besser markiert. Weitere Maßnahmen folgen.  © Thomas Türpe
Seit Donnerstag hat die Stadt den Knotenpunkt Borsbergstraße/Tittmannstraße entschärft.
Seit Donnerstag hat die Stadt den Knotenpunkt Borsbergstraße/Tittmannstraße entschärft.  © Thomas Türpe
Diese Grafik zeigt die Unfälle im Kreuzungsbereich der Borsbergstraße.
Diese Grafik zeigt die Unfälle im Kreuzungsbereich der Borsbergstraße.  © Stadt Dresden
Koordinierte viele Jahre als Chef des Straßen- und Tiefbauamtes der Stadt die Arbeit der Unfallkommission: Reinhard Koettnitz (64).
Koordinierte viele Jahre als Chef des Straßen- und Tiefbauamtes der Stadt die Arbeit der Unfallkommission: Reinhard Koettnitz (64).  © Ronald Bonss

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