Rathaus fordert Verhaltenskodex für Dresdens Taxifahrer

Dresden - Haben Dresdens Taxifahrer ein Problem mit Ausländern? Die Äußerung eines Stadtsprechers legt das nahe. Die Taxi-Genossenschaft weist das zurück.

Eine Äußerung des Presseamtleiters und Stadtsprechers Kai Schulz (45) lässt die Taxifahrer nicht gut dastehen.
Eine Äußerung des Presseamtleiters und Stadtsprechers Kai Schulz (45) lässt die Taxifahrer nicht gut dastehen.  © Petra Hornig

Stadtsprecher Kai Schulz (45) hatte erklärt, die Verwaltung sei für Gespräche mit der Taxi-Genossenschaft offen (TAG24 berichtete), "wenn diese auch bereit ist, unsere Erwartungen ernstzunehmen, insbesondere was die Freundlichkeit und Offenheit der Taxifahrer gegenüber internationalen Gästen betrifft."

Details verrät eine Sprecherin: So habe OB Dirk Hilbert (48, FDP) in den vergangenen Jahren zwei Schreiben "mit Beschwerden zum diskriminierenden Auftreten von Taxifahrern" erhalten.

Der OB habe im Dezember 2017 in einem Gespräch mit der Genossenschaft "einen klaren Verhaltenskodex für Dresdner Taxifahrer" gefordert.

Einzelne Zwischenfälle ließen sich bei über 1,1 Millionen vermittelten Fahrten pro Jahr zwar nicht ausschließen, so der Chef der Dresdner Taxigenossenschaft (460 Fahrzeuge) Jan Kepper (43).

Aber: "Zu 99,9 Prozent haben unserer Fahrer keine Vorbehalte gegenüber internationalen Gästen, liefern eine wertungsfreie Dienstleistung."

Tourismus-Chef Johannes Lohmeyer (55): "In der Regel werden Taxifahrer in Dresden von unseren Gästen für ihre Freundlichkeit und ihre Offenheit gelobt". Auch dem Sächsischen Flüchtlingsrat sind keine Beschwerden bekannt.

Dresdens Taxi-Chef Jan Kepper (43) nimmt seine Fahrer in Schutz.
Dresdens Taxi-Chef Jan Kepper (43) nimmt seine Fahrer in Schutz.  © Ove Landgraf

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