Ratskeller bleibt weiter geschlossen: Was ist mit den Kantinen-Plänen?

Dresden - Paukenschlag im Rathaus: Der seit der Flut 2002 leer stehende Ratskeller öffnet nicht wie geplant als Kantine. Ein bereitstehender Gastronom sprang im letzten Moment ab. Grund sind Unstimmigkeiten mit der Stadt.

Um 1912 tobte im Dresdner Ratskeller das Leben.
Um 1912 tobte im Dresdner Ratskeller das Leben.  © Sammlung Holger Naumann

"Wir bestätigen, dass der gefundene Betreiber nicht mehr zur Verfügung steht. Das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung spricht mit den weiteren Bietern", erklärt die Stadt knapp. Das schier unendliche Kapitel "Ratskeller" ist damit um eine Episode länger.

Zu DDR-Zeiten eine berühmte HO-Gaststätte, war nach der Jahrtausendflut Schluss. Danach verhinderte mangelhafter Brandschutz eine Wiedereröffnung. Dann wurde jahrelang saniert, anschließend änderten sich munter geplante Konzepte. Zuletzt wurde vom Tagungsort zurück zur Kantine geschwenkt. Geplant war eine Mittagsversorgung mit 100 Plätzen.

Daraus wird vorerst nichts. Nach TAG24-Informationen scheitere es an einer durch den Gastronom gewünschten Nutzung der Räume auch am Abend. Und wie geht es nun weiter? "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, neue Vertragsverhandlungen abzuschließen", so eine Rathaus-Sprecherin.

Der Ratskeller bleibt dicht. Die Kantinen-Pläne sind vorerst vom Tisch.
Der Ratskeller bleibt dicht. Die Kantinen-Pläne sind vorerst vom Tisch.  © Eric Münch
Früher war im Ratskeller noch was los.
Früher war im Ratskeller noch was los.  © Hübner

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