Rauswurf-Eklat! Hier entschuldigt sich der Pflegedienst bei Opa Richard (101)

Opa Richard (101) kann wieder lachen! Freitag entschuldigte sich Dresdens 
Johanniter-Chef Carsten Herde (39) mit Pflegedienstleiterin Dominique Eisold 
(33) für die herzlose Kündigung.
Opa Richard (101) kann wieder lachen! Freitag entschuldigte sich Dresdens Johanniter-Chef Carsten Herde (39) mit Pflegedienstleiterin Dominique Eisold (33) für die herzlose Kündigung.  © Petra Hornig

Dresden - In fünf herzlosen Zeilen verabschiedeten sich die Johanniter ohne Vorwarnung aus dem Pflege-Vertrag mit Opa Richard (101). Nachdem TAG24 darüber berichtet hatte, folgte jetzt die Kehrtwende: Die Johanniter entschuldigten sich bei dem Greis und kündigen ihre eigene Kündigung!

Mit diesem Besuch hatte Opa Richard nicht mehr gerechnet! Dresdens Johanniter-Chef besuchte mit der Pflegedienstleiterin den 101-Jährigen Freitag in dessen Zweiraumwohnung in der Johannstadt. „Herr Vogel, Sie hatten in den letzten Tagen Ärger wegen uns“, begann Regionalvorstand Carsten Herde (39) das Gespräch. „Deswegen bin ich jetzt hier. Ich möchte mich für das lieblose Schreiben entschuldigen!“

Dazu reichte der Johanniter-Chef dem Senior im Rollstuhl die Hand, sagte weiter: „Nachdem das so unglücklich gelaufen ist und ich gelesen habe, dass sie mit unserer Pflege sehr zufrieden sind, möchte ich Ihnen ein Angebot machen. Wir sind gerne bereit, die Pflege aufrecht zu erhalten!“

Opa Richard strahlte: „Das ist eine freudige Entscheidung. Die haben Sie gut getroffen. Ich kann nur Dankeschön sagen. Wenn es klappt, wäre ich glücklich. Ihre Mitarbeiter freuen sich auch.“ Damit kann Opa Richard nach Monatsende bei den Johannitern bleiben! Die fünf anderen Patienten, denen gekündigt wurde, sollen unter Mithilfe der Johanniter bereits bei anderen Pflegediensten untergekommen sein.

Der Johanniter-Chef gelobte Besserung: „In Dresden hatte es bislang noch überhaupt keine Kündigungen gegeben. Zukünftig wird es Schreiben in dieser Form nicht mehr geben. Wir sind auch nur Menschen. Herr Vogel, nehmen sie uns das nicht übel. Nochmals Entschuldigung!“

Wieder glücklich: Richard Vogel mit Sohn Ralf (66) vorm Kirschbaum in der 
Johannstadt, den der Greis selbst pflanzte.
Wieder glücklich: Richard Vogel mit Sohn Ralf (66) vorm Kirschbaum in der Johannstadt, den der Greis selbst pflanzte.  © Petra Hornig

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