Rechenzentrum muss schon wieder umziehen

Auf der Rathaus-Südseite, direkt unter dem Dach, wurde das Rechenzentrum der Stadt eingebaut. Doch es gibt Hitzeprobleme.
Auf der Rathaus-Südseite, direkt unter dem Dach, wurde das Rechenzentrum der Stadt eingebaut. Doch es gibt Hitzeprobleme.  © Steffen Füssel

Dresden - 2010 beschloss der Stadtrat auf Drängen der Verwaltung, das fast drei Millionen Euro teure Rechenzentrum der Stadt unter das Rathaus-Dach zu verlegen. Bereits damals gab es Befürchtungen, das dies nicht funktionieren könnte. Die scheinen sich nun zu bestätigen.

Hochwassersicher sollte das Rechenzentrum der Stadt sein. Was lag also näher, als Server, Speichertechnik und Netzwerkkomponenten aller wesentlichen zentralen IT-Anwendungen der Verwaltung unter das Rathaus-Dach zu verlegen.

Bedenken, dass es unter dem roten Ziegeldach auf der Rathaus-Südseite bedenklich warm werden könne, wurden weggewischt. Die tonnenschwere Technik zum Belüften der Server wurde 2013 per Kran durch Öffnungen im Dach ins Rathaus-Obergeschoss transportiert.

Jetzt die Rolle rückwärts: Intern hat die Stadt bereits darüber informiert, dass auch aufgrund der Hitzeproblematik, ein Komplettumzug des vor drei Jahren eröffneten IT-Zentrums geprüft wird.

Stadtsprecher Kai Schulz zurückhaltend: "Es gibt Überlegungen für ein gemeinsames Rechenzentrum, die Kapazitäten der Landeshauptstadt Dresden und des Stadtkonzerns Dresden sollen zusammen gelegt werden."

Denkbar dafür wäre der geplante Rathaus-Neubau am Ferdinandplatz.

So sah der Dachboden vor der Sanierung aus.
So sah der Dachboden vor der Sanierung aus.  © Petra Hornig
War als Finanzbürgermeister für die Rathaus-Sanierung zuständig: Hartmut Vorjohann (54, CDU).
War als Finanzbürgermeister für die Rathaus-Sanierung zuständig: Hartmut Vorjohann (54, CDU).  © Ove Landgraf
Ein seltener Blick ins streng geschützte Rechenzentrum der Stadt.
Ein seltener Blick ins streng geschützte Rechenzentrum der Stadt.  © Stadt Dresden

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