Rechtsterror der "Oldschool Society": Angeklagter träumte von Grabpflege

Dresden - Tag zwei im Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder der "Oldschool Society" (OSS) am Oberlandesgericht. Laut Anklage wollte die rechte Truppe mit Nagelbomben Terror verbreiten. Nun sagte der Angeklagte Marcel L. (30) aus: Er habe Grabpflege betreiben wollen ...

Marcel L. (30) erklärte sich gestern im Oberlandesgericht. Ob die Richter ihm seine Aussagen glauben, wird sich zeigen.
Marcel L. (30) erklärte sich gestern im Oberlandesgericht. Ob die Richter ihm seine Aussagen glauben, wird sich zeigen.  © privat

Innerhalb der OSS war Marcel L. laut Anklage "Vertrauensperson". Die Vereinigung, so der Staatsanwalt, plante unter anderem einen Anschlag auf ein Asylbewerberheim in Borna. Dazu kam es nicht, weil die Mitglieder verhaftet wurden.

Marcel L. erklärte nun, er sei der OSS beigetreten, weil er Grabpflege beitreiben wollte.

Auf Nachfrage der Richter: Kriegsgräber deutscher Soldaten. Allerdings kam es zu keinem einzigen Einsatz auf irgendeinem Friedhof. Und Marcel L., einst NPD-Mitglied, erklärte: "In der OSS stand der Zusammenhalt an erster Stelle. Das war bei der NPD nicht so."

Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: privat

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