Witwer geht zum Grab seiner Frau und kann nicht fassen, was er dort vorfindet

Dresden - Schock auf dem Friedhof! Als Witwer Reiner Förster (67) seine verstorbene Frau Irene (†58) am Grab besuchen wollte, brach in Tränen aus: Das gepflegte Grab war nicht mehr zu sehen. Stattdessen fand er einen Holzbau mit riesigem Erdhaufen vor.

Nach 40 Jahren Ehe war Irene Förster 2014 an Krebs verstorben.
Nach 40 Jahren Ehe war Irene Förster 2014 an Krebs verstorben.

40 Jahre waren sie verheiratet, dann starb Reiners Frau Irene vor vier Jahren an Krebs. Mehrmals die Woche besucht der Rentner, der als Nebenjob noch Busse und Bahnen der DVB steuert, die Grabstelle auf dem kirchlichen Obergorbitzer Friedhof (900 Gräber).

Doch bei seinem jüngsten Besuch war alles anders. "Ich sah schon von weitem eine Baustelle, traute meinen Augen nicht. Als ich näher kam, schüttelte es mich, mein Kopf wurde ganz heiß. An der Stelle des Grabes stand ein Holzbau, in dem Erde gefüllt war", sagt der Dresdner.

"Das Grab meiner Frau war verschüttet, nicht mehr sichtbar." Keine Spur vom Kreuz, dass Irenes Lebensdaten zeigt. Der Witwer wandte sich verzweifelt an eine Mitarbeiterin des Friedhofs, die aber nur auf die Verwaltung verweisen konnte. Erst am nächsten Tag erfuhr der Witwer, was überhaupt los war.

Friedhofsverwalter Christian Eisner (53) gab Antworten

Witwer Reiner Förster (67) ist fassungslos: Wo sonst das Grab zu sehen ist, fand er plötzlich diese Baustelle mit Holzanbau und (abgedecktem) Erdhaufen vor.
Witwer Reiner Förster (67) ist fassungslos: Wo sonst das Grab zu sehen ist, fand er plötzlich diese Baustelle mit Holzanbau und (abgedecktem) Erdhaufen vor.

Friedhofsverwalter Christian Eisner (53): "Neben der betroffenen Grabstelle wurde ein Grab für eine Erdbestattung ausgehoben. Der Aushub wurde auf einem Überbau am benachbarten Grab gelagert. Das ist mitten in einem Grabfeld, wo wir nicht mit Technik heran kommen, auch so üblich. Wenn das Herrn Förster verletzt hat, tut mir das leid", entschuldigt sich Eisner. Der Grabhügel sei durch den Überbau geschützt, werde bald wieder wie vorher aussehen.

Doch das lässt Reiner Förster nicht gelten: "Für mich ist das Grabschändung, ich habe Anzeige erstattet." Die Polizei ermittelt, ob eine Störung der Totenruhe vorliegt. Der Witwer: "Sie haben mich ja noch nicht mal vorher informiert."

Zumindest das soll sich ändern, verspricht Verwalter Eisner: "Wir haben aus dem Vorfall gelernt, versuchen künftig die Nutzungsberechtigten zu informieren."

Die Erde wurde aus einem benachbarten Grab ausgehoben und in dem hölzernen Bau "zwischengelagert".
Die Erde wurde aus einem benachbarten Grab ausgehoben und in dem hölzernen Bau "zwischengelagert".
Ein Bild der Grabstätte ohne Holzanbau - da ruhte Irene Förster (†58) noch in Frieden.
Ein Bild der Grabstätte ohne Holzanbau - da ruhte Irene Förster (†58) noch in Frieden.

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