Das erwartet Euch bald im Residenzschloss

So soll der Lange Gang im Schloss nach dem Ausbau aussehen. Im Herbst 2018 sollen die Arbeiten beendet sein.
So soll der Lange Gang im Schloss nach dem Ausbau aussehen. Im Herbst 2018 sollen die Arbeiten beendet sein.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Nächste Etappe im Residenzschloss: Ende des Monats beginnt der Ausbau des Langen Ganges. Der knapp 100 Meter lange Raum soll künftig für die Dauerausstellung der Rüstkammer dienen und die Gewehr-Galerie aufnehmen.

Das würde auch August dem Starken gefallen: Mit den Gewehren kehrt die königliche Feuerwaffen-Sammlung dorthin zurück, wo sie der großen Kurfürst ab 1731 nach französischem Vorbild erstmals präsentieren ließ.

In der Flucht zwischen Schloss und Stallhof, an dessen nördlicher Außenwand der "Fürstenzug" klebt, soll im Inneren die farbige Renaissance-Holzdecke und die Wandbemalung rekonstruiert werden, so der Staatsbetrieb Immobilien- und Baumanagement (SIB). Grundlage der Gestaltung sei die Raumfassung von 1733 mit offenen und geschlossenen Fensternischen.

Der Lange Gang ist die Verbindung zwischen Johanneum und Georgenbau und bildet eine Längsseite des Stallhofs.
Der Lange Gang ist die Verbindung zwischen Johanneum und Georgenbau und bildet eine Längsseite des Stallhofs.

Die Baukosten von rund 10,5 Millionen Euro tragen Bund und Land.

"Die Arbeiten sollen im Herbst 2018 abgeschlossen sein", so ein SIB-Sprecher. Parallel läuft der barrierefreie Umbau des Treppenhauses, das den Langen Gang mit dem Georgenbau verbindet.

Die 1945 zerstörte Residenz sächsischer Kurfürsten und Könige aus dem 16. Jahrhundert wird seit 1985 Schritt für Schritt wiederhergestellt und zum Zentrum der Staatlichen Kunstsammlungen ausgebaut. Aktuell wird der Georgenbau, in dem sich früher die fürstlichen Wohnräume befanden, innen ausgebaut.

Bisher investierte Sachsen rund 303 Millionen Euro in die größte Kulturbaustelle des Landes. Aktuelle Schätzungen gehen von 378,6 Millionen Euro Gesamtkosten aus.

Ein Datum für die Vollendung des Schlosses gibt es aber nach wie vor nicht …

Fotos: Ove Landgraf, Visualisierung: http://www.medienservice.sachsen.de


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