Roland Kaiser kommt zur Jubiläums-Gala in den Kulturpalast

Dresden - Ein halbes Jahrhundert "Kulti": Mit einer großen Jubiläums-Gala und einem abwechslungsreichen Open-Air-Programm auf dem Altmarkt zelebriert Dresden sein altes neues Wahrzeichen. Dabei darf einer natürlich nicht fehlen - auch Schlager-Ikone Roland Kaiser (67) gibt sich die Ehre!

OB Dirk Hilbert (47, FDP, l.) mit Philharmonie-Intendantin Frauke Roth (51) und MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi (53) vor dem "Kulti".
OB Dirk Hilbert (47, FDP, l.) mit Philharmonie-Intendantin Frauke Roth (51) und MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi (53) vor dem "Kulti".  © Steffen Füssel

"Ein 50. Geburtstag ist ein guter Zeitpunkt um zurückzublicken, aber auch nach vorne zu schauen", sagt Frauke Roth (51), Intendantin der Dresdner Philharmonie. Das Orchester war im April 2017 in den umgebauten Kulturpalast zurückgekehrt.

Die Veranstalter präsentieren in der Jubiläumswoche (ab 30. September) gleich mehrere Höhepunkte. Allen voran der große Galaabend im Konzertsaal (5. Oktober), bei dem klassische Musik auf schmachtende Schlagertöne von Roland Kaiser trifft.

Aber nicht nur im Saal wird mit zahlreichen Künstlern gefeiert, sondern auch gegenüber auf dem Altmarkt. Dort treten unter anderem die Seemanns-Rocker von Santiano und Moderatorin und Schlagersängerin Inka Bause (50) auf. Der MDR-überträgt die Show live im Fernsehen.

Der "Kulti" war bei seiner Eröffnung am 7. Oktober 1969 der größte Mehrzweckbau der DDR.

Bis 2017 wurde er für rund 100 Millionen Euro umgebaut, beherbergt heute nicht nur die Philharmonie, sondern auch das Kabarett-Theater "Die Herkuleskeule" sowie die Städtischen Bibliotheken.

Er war der Schöpfer des Novums

Architekt Wolfgang Hänsch (1929 bis 2013).
Architekt Wolfgang Hänsch (1929 bis 2013).  © Steffen Füssel

Nach zweijähriger Bauzeit wurde der Kulturpalast 1969 eröffnet. Ein so vielseitig nutzbares Kulturhaus mit einem derart imposanten Festsaal (Platz für fast 2500 Menschen) stellte seinerzeit nicht nur architektonisch ein Novum dar.

Schöpfer des modernistischen Baus an der Wilsdruffer Straße war der legendäre Wolfgang Hänsch (1929 bis 2013). Der gebürtige Königsbrücker gilt als einer der wichtigsten Architekten der "Ostmoderne".

Zwischen 1951 und 2007 sind insgesamt 40 Bauten von Hänsch entworfen worden, darunter Semperoper-Wiederaufbau, Haus der Presse und Einkaufsmeile an der Borsbergstraße.

Kult-Treffpunkt für Stars und Sternchen

Die Liste der Stars, die den "Kulti" in den vergangenen 50 Jahren als Bühne für ihre Shows nutzten, ist lang. So gastierten nicht nur sämtliche namhaften Orchester der Welt im Kulturpalast, sondern auch Weltstars der Rock- und Popmusik sowie des Jazz.

Von Paco de Lucia, dem Großmeister der Flamenco-Gitarre, über Italo-Popper Zucchero, Jazz-Gitarrist Pet Metheny bis hin zu "The Boss" Bruce Springsteen. Auch das St. Petersburger Eisballett drehte im Kulturpalast regelmäßig seine Kreise.

Bis heute unvergessen: die legendären Frauentags-Veranstaltungen "Rote Rosen": Zwischen 1970 und 1990 feierten jedes Jahr Tausende Frauen aus der ganzen Republik ihren Ehrentag im Kulturpalast. Absoluter Kassenschlager - und das über Jahrzehnte: "Das Brückenmännchen". Von 1973 bis 2012 wurde die Kult-Revue bis zu 20-mal pro Sommer gespielt, war dabei immer ausverkauft.

Im vergangenen Jahr kamen etwa 362.000 Besucher zu Konzerten der Philharmonie.

Stargast bei der großen Jubiläums-Gala am 5. Oktober: Schlagerstar Roland Kaiser (67).
Stargast bei der großen Jubiläums-Gala am 5. Oktober: Schlagerstar Roland Kaiser (67).  © Eric Münch
Der alte Festsaal wurde 2017 zum Konzertsaal mit bis zu 1800 Plätzen umgebaut.
Der alte Festsaal wurde 2017 zum Konzertsaal mit bis zu 1800 Plätzen umgebaut.  © Oliver Killig
Das 300 Quadratmeter große Wandbild "Der Weg der Roten Fahne" an der Westfassade des "Kulti" entstand zwischen 1968 und 1969. Seit 2001 ist es als Kulturdenkmal ausgewiesen.
Das 300 Quadratmeter große Wandbild "Der Weg der Roten Fahne" an der Westfassade des "Kulti" entstand zwischen 1968 und 1969. Seit 2001 ist es als Kulturdenkmal ausgewiesen.  © Holm Helis
Der damalige Bürgermeister Gerhard Schill (1925 bis 2000) klopfte 1968 den letzten Nagel ins Gebälk der Dachverkleidung.
Der damalige Bürgermeister Gerhard Schill (1925 bis 2000) klopfte 1968 den letzten Nagel ins Gebälk der Dachverkleidung.  © SZ Allgemein
Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit öffnete das Haus 1969 seine Pforten.
Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit öffnete das Haus 1969 seine Pforten.  © SAE Sächsische Zeitung

Titelfoto: Eric Münch

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