Neues Konzept: Robotron-Kantine soll Kunsthalle werden

Dresden - Was wird aus der einstigen Robotron-Kantine an der Lingerallee? Vor gut einem Jahr wurde der beschlossene Abriss ausgesetzt, seitdem sucht die Stadt nach Perspektiven für den Flachbau. Als eine Option gilt seit längerem die Nutzung als neuer Standort für das Kunsthaus Dresden. Nun liegt ein Konzept dafür vor.

Als neuer Standort des Kunsthauses soll die Robotron-Kantine ein Ort für Gegenwartskunst werden.
Als neuer Standort des Kunsthauses soll die Robotron-Kantine ein Ort für Gegenwartskunst werden.  © Steffen Füssel

53 Seiten stark ist das Papier, das Kunsthaus-Leiterin Christiane Mennicke-Schwarz und Dresdens Museums-Chef Gisbert Porstmann gestern vorstellten. Es soll im April als Teil einer Informationsvorlage dem Stadtrat vorgelegt werden.

Das Konzept für die um 1970 entstandene Kantine auf dem einstigen Robotron-Gelände sieht einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst vor.

Außerdem soll der Standort zwischen Hygiene-Museum und Rathaus zur Plattform für Diskussionen der Stadtgesellschaft werden.

Das Gebäude, das nicht denkmalgeschützt ist, gehört neben dem Kulturpalast zu den letzten verbliebenen Gebäuden in Dresden, die exemplarisch für moderne DDR-Architektur stehen. Es soll als Dauerpräsentation erhalten bleiben.

Zudem will man Räume für zwei parallele Ausstellungen schaffen, um darin großformatige Kunst sowie Werke aus den Depots der Städtischen Galerie und des Albertinums zu zeigen.

Christiane Mennicke-Schwarz: "Wir können dieses Gebäude nicht nur füllen, wir benötigen es." Das derzeit im Barockviertel beheimatete Kunsthaus würde sich durch einen Umzug flächenmäßig verdreifachen.

Kunsthaus-Leiterin Christiane Mennicke-Schwarz und Museums-Chef Gisbert Porstmann werben als Performance-Künstler für den Erhalt der Kantine.
Kunsthaus-Leiterin Christiane Mennicke-Schwarz und Museums-Chef Gisbert Porstmann werben als Performance-Künstler für den Erhalt der Kantine.  © Steffen Füssel

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