Versuchter Totschlag! Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen S-Bahn-Schubser

Das Opfer wurde am S-Bahnhof Zschachwitz attackiert.
Das Opfer wurde am S-Bahnhof Zschachwitz attackiert.  © Norbert Neumann

Dresden - Am 17. März sollen gegen 4.45 Uhr zwei Männer (24 und 27 Jahre alt) einen 41-Jährigen am Haltepunkt Dresden-Zschachwitz auf die Bahngleise gestoßen haben. (TAG24 berichtete) Die Staatsanwaltschaft Dresden hat nun Anklage gegen die beiden Tatverdächtigen erhoben.

Der beschuldigte Marokkaner und sein Komplize aus Libyen sollen das Opfer nach einer Auseinandersetzung so geschubst haben, dass der Mann auf die Gleise stürzte,

Nachdem er sich wieder aufrappelte, wurde er von den Tätern mit seinem Fahrrad erneut auf die Gleise befördert.

Erst als der Regionalzug einfuhr und eine Gefahrenbremsung einleitete ließen die S-Bahn-Schubser vom 41 Jahre alten Mann ab und flüchteten. Das Opfer verletzte sich bei dem Sturz und erlitt einen Schock.

Nach den Vorfällen fahndete die Bundespolizei öffentlich nach den Tatverdächtigen, konnte diese schnell festnehmen, setzte die Männer jedoch wenig später wieder auf freien Fuß (TAG24 berichtete). Nach einer ersten Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Dresden, wurde keine Voraussetzung für eine Untersuchungshaft gesehen. Es habe keine Fluchtgefahr für die ausländischen Staatsbürger bestanden, da diese einen festen Wohnsitz hätten. Kurze Zeit später die Kehrtwende.

Da ein dringender Tatverdacht wegen versuchten Totschlags vorliege, wurden die polizeibekannten Kriminellen festgenommen (TAG24 berichtete). Gegen beide Tatverdächtige wurde nun durch die Staatsanwaltschaft Dresden Anklage wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung sowie Nötigung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erhoben.

Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest.


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