Arbeitslose überfällt Konsum mit Spachtel

Dresden - (Geld-)Not macht erfinderisch! Romy T. (33) überfiel nur mit einem Spachtel bewaffnet den nächstgelegenen Supermarkt. Doof nur, dass die gelernte Krankenpflegerin dort jeder kannte.

Romy T. (33) kann sich bis heute nicht erklären, wie es zu dieser "bescheuerten Tat" kommen konnte.
Romy T. (33) kann sich bis heute nicht erklären, wie es zu dieser "bescheuerten Tat" kommen konnte.  © Thomas Türpe

Schulden in Höhe von knapp 4000 Euro: Deshalb entschied sich die Arbeitslose am 25. Mai ausgerechnet den Laden auszurauben, in dem sie täglich ihre Einkäufe erledigt.

Eine "Kurzschlussreaktion", wie ihr Anwalt sagte. Statt Klopapier und Ketchup stand diesmal Bargeld auf ihrem Einkaufszettel.

An der Kasse legte sie ein Glas löslichen Kaffee für 49 Cent aufs Band, zückte den Spachtel und schrie: "Dies ist ein Überfall! Gib mir das Geld oder ich bringe Dich um!"

Die Dame an der Kasse soll ganz verdutzt gewesen sein, schließlich kannte sie die Spachtel-Räuberin vom Sehen. Anschließend griff Romy T. beherzt in die geöffnete Kasse, nahm hektisch zehn 5-Euro-Scheine heraus und flüchtete.

Die Polizei konnte sie schnell ermitteln: Die Supermarkt-Mitarbeiter wussten ja, dass Romy um die Ecke wohnt ...

"Frau T. ist nicht die gefährliche Räuberin, die man sich vorstellt, wenn man den Tatvorwurf liest", sagte der Richter am gestrigen Montag. Die ehemalige Nagelstudio-Inhaberin gab sich geläutert, fast schon beschämt.

Entsprechend milde fiel auch das Urteil aus. Romy T. bekam 22 Monate Haft auf Bewährung.

Diesen Einkaufsmarkt an der Karcherallee überfiel die gelernte Krankenpflegerin im Mai.
Diesen Einkaufsmarkt an der Karcherallee überfiel die gelernte Krankenpflegerin im Mai.  © Thomas Türpe

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