A4, A14, A17 und so weiter: Hier droht Sommer-Chaos auf Sachsens Autobahnen

Dresden - Es wird gebaggert, planiert und asphaltiert. Sachsenweit schießen die Straßenbaustellen gerade wie Pilze aus der Erde. Kein Wunder: Freistaat und Bund stecken dieses Jahr viel Geld ins sächsische Straßen- und Brückennetz - insgesamt 788 Millionen Euro, davon allein 322 Millionen Euro in Bundesstraßen und Autobahnen (2018: 259 Mio.). Besonders auf Sachsens Hauptverkehrsadern müssen Autofahrer in den nächsten Monaten wieder viel Geduld beweisen. Denn Umleitungen, Tempolimits und Staus werden auf der A4, A14, A 72 und A 17 an der Tagesordnung sein.

A4 Ost - Uhyst-Salzenforst

Ab April geht's los zwischen den Anschlussstellen Uhyst und Salzenforst. "In beiden Fahrtrichtungen ist eine Fahrbahnerneuerung des Standstreifens und des linken Überholstreifens geplant", erläutert Isabel Siebert vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). In Richtung Görlitz beträgt die Baustrecke neun Kilometer, in Richtung Dresden sieben Kilometer. Der Verkehr rollt dabei weiter vierspurig. Allerdings wird eine Spur auf die Gegenfahrbahn umgelegt, die Fahrbahnen verengt und Tempo 80 verhängt. Gebaut wird bis November für neun Millionen Euro.

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A4 West - Pleißetalbrücke-Meerane

Zwischen der Pleißetalbrücke und der Anschlussstelle Meerane wird ab Mai in Fahrtrichtung Dresden eine Baustelle eingerichtet. Bis September wird die Fahrbahn erneuert. Während der Bauzeit werden vier Fahrspuren mit Tempo 80, in der Überleitung Tempo 60, zur Verfügung stehen. Kosten: acht Millionen Euro.

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A4 West/A17 - Dreieck Dresden

Am Dreieck Dresden West werden ab 1. April die verschlissenen Rampen, die Verbindungsstraßen zwischen den Autobahnen, Dresden-Prag und Chemnitz-Prag sowie 600 Meter der A17 Richtung Prag saniert. Gearbeitet wird rund um die Uhr, sodass die Arbeiten bis 11. Juli abgeschlossen sein sollen. Kosten: 3,5 Millionen Euro. Der Verkehr wird mit Tempo 80 auf zwei Spuren an der Baustelle vorbei geführt. Ab der Anschlussstelle Wilsdruff Richtung Dresden gilt Tempo 100.

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A17 - Südvorstadt

Noch bis zum 20. Mai soll die Ausfahrt der Anschlussstelle Dresden-Südvorstadt aus Richtung Dreieck Dresden-West kommend vollgesperrt sein. Die Auffahrt Richtung Prag ist aus Dresden kommend bis 12. April, aus Bannewitz kommend bis 20. Mai gesperrt. Die Arbeiten (Kosten: 1,8 Mio. Euro) sind vorbereitend für den vierstreifigen Ausbau der B 170 bis Bannewitz nötig, der vom 5. Juli bis Mai 2020 durchgeführt werden soll.

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A72 - Zwickau

Etwa sechs Millionen Euro kostet die Fahrbahnerneuerung auf der A72 zwischen den Anschlussstellen Zwickau-Ost und -West in Fahrtrichtung Hof. Gebaut wird von Juni bis September. Dabei wird eine Spur auf die Gegenfahrbahn umgelegt, sodass weiterhin vier Spuren mit eingeschränkten Breiten und Tempo 80 für den Verkehr zur Verfügung stehen.

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A72 - Pirk

An der Anschlussstelle Pirk wird ab August der Fahrbahnübergang am Brückenbauwerk ausgewechselt. "Mit Fahrbahnübergang ist jene Konstruktion gemeint, die die Längenänderung des Brückenbauwerkes infolge Temperaturänderung aufnimmt, die also die Fuge zwischen Brücke und Strecke überbrückt", erklärt Isabel Siebert vom Lasuv. Die Arbeiten dauern vier Wochen. Kosten und Verkehrsführung sind noch unklar.

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A 72 Borna-Rötha

Vollständigkeitshalber sei auch diese Baustelle erwähnt, wenngleich sie nicht unter Verkehr gebaut wird. Bis Ende 2019 soll der rund 17 Kilometer lange Bauabschnitt Borna-Rötha fertiggestellt werden. Kosten: 145 Millionen Euro. Der letzte Abschnitt der Verbindung Chemnitz-Leipzig, von Rötha bis zur A38, soll dann bis 2026 vollendet werden.

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A14 - Schkeuditz

Die Betonfahrbahnsanierung der A14 zwischen Schkeuditz und Leipzig wird in diesem Jahr endlich abgeschlossen. Auf dem letzten 8,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Leipzig-Nord und -Mitte in Richtung Magdeburg wird von April bis November gebaut. Während der Bauzeit stehen für den Verkehr vier Fahrsteifen mit Tempo 80 zur Verfügung. Erwartete Kosten: 15 Millionen Euro.

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A 14/Riesaer Straße

Vorbereitend für die Erweiterung der A14 von vier auf sechs Fahrstreifen zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Ost und Dreieck Parthenaue wird ab April die Brücke Riesaer Straße (alte B 6), die die A14 quert, abgerissen und bis Sommer 2020 neu errichtet. Kosten: 4,1 Millionen Euro. Der Verkehr der A14 soll weitestgehend vierstreifig geführt werden. Zusätzlich wird es dreimal jeweils einen Tag am Wochenende zu Vollsperrungen der Autobahn kommen. Siebert: "Der Abrisstermin ist für die Nacht vom 6. zum 7. April geplant."

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