Ärztliche Versorgung: SPD fordert "Tandempraxen" und Polikliniken

Dresden - Mehr oder sogar ganz neue Polikliniken, Anreize für Medizinstudenten, "Tandempraxen" aus alten und jungen Doktoren sowie eine Entbürokratisierung: Mit einem Maßnahmenpaket will die SPD-Fraktion die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum verbessern.

Gerade im ländlichen Raum dünnt die Versorgung durch Hausärzte zunehmend aus.
Gerade im ländlichen Raum dünnt die Versorgung durch Hausärzte zunehmend aus.  © dpa/Bernd Weissbrod

Damit setzen die Sozialdemokraten kurz vor Ende der Legislaturperiode noch eine Marke in Sachen Hausarztmangel in der Fläche, auch mit Blick auf die Wahl.

Ausgearbeitet haben das Paket Simone Lang (48), gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, und Hochschulexperte Holger Mann (40).

Erst im Januar hatte Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (53) vom Koalitionspartner CDU die Debatte forciert, indem sie eine Landarzt-Quote ins Spiel brachte.

Das und ein 20-Punkte-Programm Klepschs bezeichnete die SPD-Fraktion jetzt als "ein wenig unehrlich" und im Übrigen veraltet.

Immerhin pressiere das Thema spätestens seit einem Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2017.

Hintergrund: Derzeit gibt es im Freistaat 245 offene Hausarztstellen. Darüber hinaus sind von 2600 praktizierenden Hausärzten 28 Prozent über 60 Jahre.

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