Dresdner Brennpunkt trockenlegen! Gilt hier bald ein Alkoholverbot?

Dresden - In Teilen von Gorbitz soll schon bald ein Alkoholverbot gelten. Stimmt der Rat zu, würde per Polizeiverordnung rund um den Amalie-Dietrich-Platz das Trinken und Mitführen von Alkohol verboten.

Der Amalie-Dietrich-Platz wird immer mehr zum Kriminalitätsschwerpunkt. Ein Alkoholverbot soll gegensteuern.
Der Amalie-Dietrich-Platz wird immer mehr zum Kriminalitätsschwerpunkt. Ein Alkoholverbot soll gegensteuern.  © Holm Helis

Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (52, CDU) schildert in drastischen Worten: "Grundschüler müssen durch Gruppen alkoholisierter Personen laufen, werden angepöbelt und verunsichert."

Und: "Kinder müssen tagtäglich erleben, wie Betrunkene ihr Umfeld tyrannisieren und belästigen." Die Zahl der Straftaten vor Ort stieg von 15 im Jahr 2015 auf 268 im Vorjahr. Problematisch ist vor allem das Aufeinandertreffen alteingesessener deutscher "Trinker" mit Asylbewerbern und Osteuropäern.

Rathaus und Polizei wollen daher rund um den Brennpunkt zwischen Dienstag und Sonntag (16 bis 4 Uhr) Alkohol verbieten. Wer sich nicht dran hält, zahlt bis zu 1000 Euro Strafe oder muss in Erzwingungshaft.

Strengere Regelungen lassen sich per Verordnung kaum durchsetzen. "Ein reines Alkoholverbot wäre Symbolpolitik", sagt Stadtbezirksbeirat Mathias Körner (41, SPD).

Gebraucht würden zudem mehr Sozialarbeiter und eine generelle Belebung des Platzes.

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