Rollerfahrer getötet: Anklage gegen den Phaeton-Raser!

Dresden - Der sinnlose Tod von Rene Q. (45) ist bald ein Fall für den Amtsrichter. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage erhoben gegen David K. (31). Der hatte den Rollerfahrer bei einem Raserunfall getötet.

Suff-Fahrer David K. (31) sitzt seit Februar in Haft.
Suff-Fahrer David K. (31) sitzt seit Februar in Haft.  © Ove Landgraf

"Vorsätzliche Trunkenheit im Verkehr, Fahren ohne Führerschein, fahrlässige Tötung und Unfallflucht", zählt Staatsanwalt Lorenz Haase (57) die Vorwürfe gegen David K. auf, der seit 19. Februar in U-Haft sitzt.

In jener Nacht war er mal wieder im Phaeton unterwegs, obwohl er gar keinen Führerschein mehr hatte. Mit 1,5 Promille im Blut hatte er den Wagen nicht mehr im Griff.

Laut DEKRA-Gutachter raste der Phaeton mit 80 km/h über den Zelleschen Weg. Höhe Ackermannstraße geschah das unfassbare Unglück: Speditionsmitarbeiter Rene Q. fuhr dort auf seinem Sayang-Roller zur Arbeit.

"Der Roller hatte eine Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h", so Haase. Ungebremst krachte der Phaeton auf den Roller. Rene wurde hochgeschleudert, sein Körper krachte gegen die Frontscheibe und blieb dann mit schwersten Verletzungen am Straßenrand liegen.

Der Phaeton aber fuhr noch 1,8 Kilometer weiter, mit dem in der Front verkeilten Roller. Bis zur Gostritzer Straße, wo beide Fahrzeuge in Flammen aufgingen. Rene Q. starb Stunden später im Krankenhaus. David K. wurde noch auf der Straße verhaftet.

Der zuständige Richter hat die Anklage bereits zugelassen, will noch im Sommer verhandeln. Dem Phaeton-Raser drohen bis zu fünf Jahre Haft.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0