Sachsen plant Schulungszentrum für Flutopfer

Bad Schandau - Angesichts der aktuellen Überflutungsschäden im Vogtland und im Erzgebirge will Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (57, CDU) die Menschen im Freistaat stärker für den privaten Hochwasserschutz sensibilisieren.

Braune Wassermassen wälzen sich nach heftigen Regenfällen am Samstag durch Gehringswalde im Erzgebirge.
Braune Wassermassen wälzen sich nach heftigen Regenfällen am Samstag durch Gehringswalde im Erzgebirge.  © DPA

In Leipzig soll dazu ein Schulungszentrum entstehen.

Man wolle offensiver über private Schutzmöglichkeiten vor Überflutungen informieren, kündigte der Minister auf dem Hochwasserschutztag in Bad Schandau an.

Unter anderem führt Sachsen einen Hochwasservorsorgeausweis ein. Er solle dabei helfen, die Gefährdung von Gebäuden durch Hochwasser- und Starkregen besser beurteilen zu können sowie eine wirksamere Vorbeugung gegen Schäden zu ermöglichen, so Schmidt. Ab Herbst erfolge dafür die Zertifizierung von Ingenieurbüros.

Um die Bürger stärker in den Hochwasserschutz einzubeziehen, baut Sachsen zudem ein „Kompetenzzentrum für den privaten Hochwasserschutz“ auf. Laut Schmidt wird dafür das in Leipzig ansässige Bildungs- und Demonstrationszentrum für dezentrale Abwasserbehandlung (BDZ) erweitert.

Dort soll es künftig Lehrgänge und Schulungen für Menschen in hochwassergefährdeten Regionen geben. Geplant ist, dass Partner aus der Wirtschaft Vorsorge- und Schutzmöglichkeiten anschaulich demonstrieren.

Thomas Schmidt (CDU) möchte, dass sich die Sachsen privat besser auf Hochwasserereignisse vorbereiten.
Thomas Schmidt (CDU) möchte, dass sich die Sachsen privat besser auf Hochwasserereignisse vorbereiten.  © Eric Münch

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