Kultusminister warnt: "Digitalisierung ist kein Allheilmittel"

Dresden - Tablet statt Schulheft, Touchscreen statt Tafel - mit dem gerade beschlossenen „Digitalpakt“ will die Bundesregierung die Digitalisierung an den Schulen vorantreiben. Doch Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (43, CDU) warnt: "Digitalisierung ist kein Allheilmittel, sie macht unser Bildungssystem nicht automatisch besser."

Kinder sollten erst ordentlich lesen, schreiben und rechnen können, bevor es an den Computer geht, meint Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (43, CDU).
Kinder sollten erst ordentlich lesen, schreiben und rechnen können, bevor es an den Computer geht, meint Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (43, CDU).  © DPA / Sebastian Kahnert

Sachsen rechnet beim Digitalpakt mit einer Zuweisung von rund 250 Millionen Euro.

Kultusminister Piwarz will das Vorhaben allerdings kritisch begleiten. Es komme darauf an, einen ausgewogenen Mix zwischen digitalen und analogen Lehr- und Lernmethoden hinzubekommen, erklärte er am Wochenende.

Bevor man Schülern das Programmieren beibringe, müssten erst die alten Kulturtechniken Lesen, Rechnen und Schreiben sitzen, stellte Piwarz klar.

"Digitalisierung macht uns nicht automatisch zu klügeren Menschen, nur weil wir jetzt Tablets in der Hand oder die digitale Tafel im Klassenzimmer haben", so der Minister.

Lesen, Schreiben, Rechnen. Ohne diese Fähigkeiten geht es nicht.
Lesen, Schreiben, Rechnen. Ohne diese Fähigkeiten geht es nicht.  © DPA / Axel Heimken

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