Dorit Gäbler: Im Advent gibt die Diva nochmal 200 Prozent

Die Schauspielerin und Chansonnière packt ihren Kofferraum. In der Weihnachtszeit ist sie nur auf Achse.
Die Schauspielerin und Chansonnière packt ihren Kofferraum. In der Weihnachtszeit ist sie nur auf Achse.  © Petra Hornig

Dresden - 74 Jahre - und kein bisschen leise, schon gar nicht im Advent. "Riverboat", Boulevardtheater, Lesung: Bei Dorit Gäbler jagt im Dezember ein Termin den nächsten. Für ihre Weihnachtsprogramme fährt sie kreuz und quer durch Deutschland. Manchmal verkuppelt sie dabei einsame Herzen. Von Stress keine Spur. Wie macht sie das bloß?

Ihr neuer "Schlitten" ist gepackt, die Rentiere scharren mit den Hufen. Den Segen von Petrus hat Dorit Gäbler offenbar: "In all den Jahren kam ich nur einmal in Gera nicht an, weil die Straßen glatt gefroren waren", erzählt sie.

Damit sie ihr taffes Programm durchhält, nimmt sie sich zur Vorbereitung den ganzen November frei. Ihr Geheimnis? "Ich turne morgens die sieben Tibeter." Dazu Kraftübungen. "Das reicht." Und ausreichend Schlaf. Acht Stunden müssen sein. Die Kessel-Buntes-Moderatorin lässt nichts aus. Ihre Tourdaten sind eng getaktet.

Sonntag Kulturschänke in Schwaan/Mecklenburg-Vorpommern, Dienstag Parkcafé in Gottleuba, und so geht es weiter bis zum 23. Dezember mit ihrer „Hommage an Marlene Dietrich“ im Maritim-Hotel Heringsdorf.

Für die waschechte Vogtländerin Dorit Gäbler (74) ist ein Weihnachtsbaum natürlich ein Muss.
Für die waschechte Vogtländerin Dorit Gäbler (74) ist ein Weihnachtsbaum natürlich ein Muss.  © Petra Hornig

Showbusiness und Familie bekommt sie trotzdem unter einen Hut. "Donnerstag ist bei uns Enkeltag." Und an Heiligabend legt sich Dorit Gäbler die Küchenschürze um.

"Ohne Plätzchen geht gar nichts." Zur Gans gibt's ihre Rotwein-Kirschen. Das Rezept: "Sauerkirschen erwärmen, aber nicht kochen. Saft abgießen und mit Rotwein auffüllen." Das passt zum Geflügel und reduziert die Kalorien...

Ihr schönstes Weihnachtserlebnis? Dorit Gäbler erzählt eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreibt: Es war an Heiligabend in der Bavaria Klinik in Kreischa vor fünf Jahren. Eine junge Frau saß mit ihrem kranken Vater an einem Tisch, daneben ein junger Mann mit seiner Mutter.

"Ich sagte in der Moderation, dass Gott die Menschen nicht fürs Alleinsein gemacht hat und man mit den Fehlern der Anderen umgehen lernen muss." Später trafen sich die jungen Leute im Fahrstuhl. Sie fragte ihn, was er davon halte.

"Er meinte, dass eine Beziehung keinen Sinn hätte, er vermasselt immer alles." Aber die junge Frau wollte es versuchen. "Heute haben die zwei ein Kind und sind verheiratet."

Auch im Januar geht es bei Dorit Gäbler turbulent weiter: Mit ihrem Ein-Personen-Kabarett "Verliebt, verlobt, verschwunden" tritt sie am 20. Januar im Boulevard-Theater auf, und am 24. Januar mit "Ein bisschen Sex muss ein" im Restaurant Dresden 1900.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0