Ernteklau macht Sachsens Landwirten zu schaffen!

Dresden - Erntediebstähle machen Sachsens Landwirten zu schaffen. "Ob Kartoffeln, Rüben, Gemüse, Mais oder andere Kulturen", zählt Juliane Stäps vom Landesbauernverband Sachsen auf. Diebstähle ließen sich nicht vermeiden. Auch Maschinen und Tiere würden entwendet, Täter nur selten erwischt.

Dreist! 16 solcher Silageballen wurden bei Ottendorf-Okrilla gestohlen.
Dreist! 16 solcher Silageballen wurden bei Ottendorf-Okrilla gestohlen.  © 123RF/Leo Malsam

Zuletzt schlugen Langfinger bei Ottendorf-Okrilla zu. Dort klauten in der Nacht zum Freitag Unbekannte 16 Silageballen von einer Wiese an der S 177, nahe der A 4. Schaden: 1200 Euro.

Oft werde das Diebesgut mit dem Auto oder sogar einem Hänger abtransportiert. "Da kann schnell eine Tonne illegales Erntegut zusammenkommen", sagt Juliane Stäps. Erfahrungsgemäß seien es oft Nutztierhalter, die sich Futter für ihre Tiere besorgen.

Dabei könne man den Landwirt auch um eine Spende bitten oder auf den Feldern nachlesen - mit dessen Genehmigung natürlich.

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Betroffen sind auch die Obstbauern. So sei es schon vorgekommen, dass in einer Nacht ganze Erdbeerfelder leer gepflückt wurden. Vorkehrungen zu treffen sei hingegen fast unmöglich. Es könnten nicht alle Felder rund um die Uhr bewacht oder überall Kameras aufgehängt werden.

Doch Erntediebstahl kann auch gefährlich werden. So geriet am vergangenen Mittwoch ein 85-Jähriger in eine Erntemaschine, als er bei Grimma privat Mais von einem Feld pflückte.

Auch ganze Erdbeerfelder wurden schon über Nacht abgeerntet.
Auch ganze Erdbeerfelder wurden schon über Nacht abgeerntet.  © 123RF/Alicja Neumiler

Titelfoto: 123RF/Alicja Neumiler

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