G20-Kontrollen in Sachsen: Viel "Beifang" für die Polizei

Die Zahl der Grenzkontrollen auf der A17 hat sich erhöht.
Die Zahl der Grenzkontrollen auf der A17 hat sich erhöht.  © Tino Plunert

Dresden - Der Hamburger G20-Gipfel hat Auswirkungen bis nach Sachsen: Im Vorfeld des Treffens richtete die Bundespolizei Kontrollstellen an den Grenzübergängen zu Polen (A4) und Tschechien (A17) ein.

Potentielle Randalierer wurden keine festgestellt - dafür gab‘s jede Menge „Beifang“ für die Polizei.

Unter anderem gingen den Fahnderen zwei ganz dicke Fische ins Netz: An der A17 wurde bei der Einreise aus Tschechien ein „mobiles Waffenlager“ im Fahrzeug zweier Deutscher (25/39) entdeckt: 18 schussfähige Faustfeuerwaffen (Kleinkaliber) und die dazugehörige Munition waren unter anderem in der Reserveradmulde versteckt gewesen.

An der A4 schnappten Bundespolizisten vier Rumänen (22/27/33/34), die in zwei Transportern über 30 Motorkettensägen, 100 Akkuschrauber, über 100 Werkzeugmaschinen, Werkzeugkästen, Schweiß- und Nivelliergeräte mitführten. Gesamtwert: 100 000 Euro.

Ihr Pech: Die Ganoven, eigentlich mit ihrer Beute aus Skandinavien gen Osten unterwegs, hatten sich verfahren und landeten so am Einreise-Kontrollpunkt nach Sachsen. „Es gab außerdem viele Fahndungstreffer mit etlichen offenen Haftbefehlen sowie Schleusungen“, so Bundespolizeisprecher Christian Meinhold (49). „Auch Personen, die an den Demonstrationen in Hamburg teilnehmen wollten wurden festgestellt“, bestätigt Meinhold. Gründe, sie festzuhalten lagen jedoch nicht vor.

Die Kontrollen werden noch bis einschließlich Dienstag fortgesetzt werden. Gewuppt wurde der Kontrollmonat mit den diensthabenden Bundespolizisten und den Einsatzeinheiten der Mobilen Kontrollen. Extrakräfte gab es nicht, dafür unterstützten sächsische Bundespolizisten ihre Kollegen in Hamburg.

Die gute Nachricht: Von ihnen wurde keiner verletzt.

Titelfoto: Tino Plunert


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