Entenkeule und Pokerturnier: So verwöhnt der Freistaat seine Knackis zum Fest

Festlich geschmückte Weihnachtsbäume stehen auf den Gefängnisfluren.
Festlich geschmückte Weihnachtsbäume stehen auf den Gefängnisfluren.  © DPA

Dresden - Knast macht einsam, besonders zu Weihnachten. Der Freistaat will seinen Häftlingen und deren Familien deshalb über die Festtage gemeinsame Zeit ermöglichen.

Exakt 3270 Männer und 296 Frauen sitzen derzeit in den zehn sächsischen Gefängnissen. Für viele der Inhaftierten und ihre Angehörigen ist Weihnachten eine schwere Zeit. Vor allem für die Kinder von Häftlingen, die am heimischen Christbaum ihre Väter oder Mütter vermissen.

Um es den Gefangenen und ihren Familien zu ermöglichen, gemeinsam Zeit zu verbringen und das Weihnachtsfest in angemessener Form zu feiern, hat das Justizministerium für die Haftanstalten ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

"In mehreren Justizvollzugsanstalten werden Familienweihnachtsfeiern durchgeführt, bei denen inhaftierte Väter die Möglichkeit haben, mit ihren Kindern zu spielen, gemeinsam zu basteln und selbst hergestellte Geschenke zu überreichen", sagte Ministeriumssprecher Jörg Herold. Auch würden Gottesdienste und Krippenspiele angeboten. Zudem werde gemeinsam gekocht und gebacken.

Bei Sachsens Knackis besonders beliebt sind zudem Sportveranstaltungen. So gibt es über die Festtage in den Gefängnissen Turniere im Tischtennis, Badminton, Fuß- und Volleyball. Außerdem werden Schach-, Skat-, Poker- und Billardturniere sowie Veranstaltungen mit verschiedenen Gesellschaftsspielen und Bastelgruppen ausgerichtet, so Herold.

Das Knast-Essen vermittelt ebenfalls etwas Weihnachtsstimmung: So gibt es am Heiligabend etwa in der JVA Waldheim klassisch Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat.

Zudem stehen in allen sächsischen Gefängnissen zum Fest Entenkeule und Brathähnchen mit Rotkraut und Klößen auf dem Speiseplan.

Titelfoto: DPA


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