Trotz Einreiseverbot: Georgier mit 44 Namen in Dresden gefasst!

Dresden - Den Beamten der Bundespolizei Dresden ist am Dienstagmorgen ein großer Fahndungserfolg gelungen.

Die Beamten der Bundespolizei Dresden konnten in einem Reisezug EC 178 einen dicken Fahndungserfolg verzeichnen. (Symbolbild)
Die Beamten der Bundespolizei Dresden konnten in einem Reisezug EC 178 einen dicken Fahndungserfolg verzeichnen. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

Gegen 8.35 Uhr kontrollierten Polizeibeamte einen 51 Jahre alten Mann in einem Reisezug von Bad Schandau nach Dresden.

Nach der ersten Identitätsprüfung noch im EC 178 habe sich gezeigt, dass der Georgier von der Ausländerbehörde in Essen gesucht wurde und zur Festnahme ausgeschrieben war.

Nach weiteren Nachforschungen konnte festgestellt werden, dass der 51-Jährige einen zweiten Reisepass bei sich trug.

Das war längst nicht alles: Es wurden 43 weitere Identitäten von ihm bekannt, so dass er insgesamt mit 44 Namen unterwegs war, wie eine Sprecherin der Bundespolizei am Freitag auf TAG24-Nachfrage erklärte.

Mit den falschen Personalangaben, wie zum Beispiel unterschiedlichen Geburtsorten und verschiedenen Namen, beging er in den vergangenen Jahren die verschiedensten Straftaten.

Bis zu zwölfmal wurde im Zeitraum von 1997 bis 2018 wegen diverser Eigentumsdelikte gegen den Georgier ermittelt. Desweiteren wurde er viermal aus Deutschland abgeschoben. Ein Asylfolgeverfahren lehnten die Behörden letztmalig im April 2018 ab. Trotz einer fünf Jahre gültigen Einreisesperre für das Schengen Gebite, reiste er wieder in das Schengen Gebiet ein.

Die Beamten der Bundespolizei Dresden beantragten Untersuchungshaft in der JVA Dresden. Der 51-Jährige wurde für die Haftrichtervorführung zum Amtsgericht nach Pirna gebracht. Auf dem Weg zum Richter, fing er an die Polizeibeamten zu beleidigen.

Der Ermittlungsrichter entschied, ihn bis zur Eröffnung eines Gerichtsverfahrens in Untersuchungshaft zu nehmen. Er wird sich nun wegen mehrfachen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz und wegen Beleidigung verantworten müssen.


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