Hitze und Dürre: Sachsens Winzer fürchten um ihre Trauben

Dresden - Der seit Wochen anhaltende Hochsommer macht auch Sachsens Winzern Sorgen. Der Weinbauverband rechnet damit, dass die Lese vielerorts schon im August beginnt, einen Monat früher als üblich.

Hitze und Trockenheit über Sachsens Weinbergen - wie hier bei Schloss Wackerbarth: Die Weinlese ist in Gefahr.
Hitze und Trockenheit über Sachsens Weinbergen - wie hier bei Schloss Wackerbarth: Die Weinlese ist in Gefahr.  © dpa/Sebastian Kahnert

"Die Trockenheit ist ein Problem, wir rechnen mit Einbußen, auch in der Qualität", so Vizeverbands-Chef Felix Hößelbarth. Im schlimmsten Fall wachsen die Trauben nicht mehr.

"Wir geben die Hoffnung aber noch nicht ganz auf." Georg Prinz zur Lippe vom Schloss Proschwitz, dem größten privaten Weingut im Land, ist etwas optimistischer: "Wir wissen nicht genau, wie es sich entwickelt, es kann ein sehr gutes, aber auch ein sehr schwieriges Jahr werden."

Laut ihm hängt das vom Regen und von der Wasserhaltefähigkeit des Bodens ab. Rebstöcke, die über zehn Meter tief wurzeln, haben indes kein Problem mit der Trockenheit.

Mit 500 Hektar Rebfläche ist Sachsen das kleinste deutsche Weinanbaugebiet, das von rund 2000 Kleinwinzern sowie 42 Winzern im Neben- und 38 im Haupterwerb bewirtschaftet wird.

Die Trauben bleiben zu klein.
Die Trauben bleiben zu klein.  © dpa/Sebastian Kahnert

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