Kau-Droge Khat boomt in Sachsen

In einem Koffer auf dem Flughafen Prag wurde jüngst eine große Menge Khat entdeckt.
In einem Koffer auf dem Flughafen Prag wurde jüngst eine große Menge Khat entdeckt.  © Zoll Tschechien

Dresden/Prag - Die Kaudroge Khat ist in Sachsen weiter auf dem Vormarsch. Nicht nur in Sachsen direkt kämpfen Zöllner gegen den Boom, auch aus dem Nachbarland erreicht die Modedroge Sachsen. Am Vaclav-Havel-Airport in Prag wurden gerade 45,5 Kilo in einem Koffer aus dem Verkehr gezogen. Bestimmt waren die Drogen möglicherweise auch für Sachsen.

Aus Nairobi (Hauptstadt von Kenia) über Doha (Hauptstadt von Katar) erreichte der Koffer Prag. "Das Khat wurde bei einer normalen Kontrolle von Zöllnern entdeckt", so Sarka Miskovska, Sprecherin beim tschechischen Zoll. Gerade Ende September waren 35 Kilo aus dem Verkehr gefischt worden.

Die strategisch günstige Lage in Europa und die Anbindung vom Airport Prag in die Welt machen den Flughafen attraktiv für den Drogenschmuggel mit der Modedroge. "Wir verzeichnen eine hohe Zunahme im letzten Jahr und sind sensibilisiert", sagt die Sprecherin.

Das bestätigt auch Zollsprecherin Heike Wilsdorf vom Hauptzollamt Dresden: "Handelte es sich in den Vorjahren eher um vereinzelte Feststellungen, konnten 2016 mehr als 430 Kilogramm Khat sichergestellt werden."

Die Hauptwirkstoffe von Khat sind Cathinon und Cathin. Die Substanzen sind eng mit Amphetamin verwandt. Ein "Portionsbeutel" Khat wird für fünf bis zehn Euro auf dem Schwarzmarkt angeboten.

Titelfoto: Zoll Tschechien


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