OB Hilbert kassiert Ratsbeschluss: Bekommt Albertstraße jetzt doch Radweg?

Dresden - Stundenlang diskutierten die Stadträte letzte Woche darüber, ob entlang der Albertstraße eine Autospur zugunsten eines Radweges wegfallen darf.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (47)
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (47)  © Holm Helis

Am Ende stimmten CDU, FDP, Bürgerfraktion, AfD und OB Dirk Hilbert (47, FDP) dagegen. Jetzt musste Hilbert den Beschluss als rechtswidrig einkassieren.

Die Gründe: Bislang sind 70.000 Euro an Planungskosten für den Radweg bei Wegfall einer Fahrspur angefallen.

Zudem sucht die Stadt bereits nach Firmen, die das Bauprojekt ausführen könnten. Das darf nur bei "schwerwiegenden Gründen" abgesagt werden. Die liegen laut Hilbert nicht vor.

Würde jetzt umgeplant und versucht, einen Radweg anderswo zu bauen, kämen weitere 100.000 Euro obendrauf.

"Oberbürgermeister Hilbert bescheinigt sich selbst einen nachteiligen Beschluss. Er hatte ja selbst zugestimmt. Hätte er dagegen gestimmt, wäre die Angelegenheit erledigt gewesen. So müssen wir dieses Theaterstück wiederholen", ärgert sich der Bauexperte der Linken, Tilo Wirtz.

Grüne-Chef Thomas Löser: "Wir begrüßen es sehr, dass der Oberbürgermeister zu dem Entschluss gelangt ist, dass diese Entscheidung rechtswidrig ist."

Der Zoff um die Radwege an der Albertstraße geht in die nächste Runde.
Der Zoff um die Radwege an der Albertstraße geht in die nächste Runde.  © Norbert Neumann

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