Weil es schnell warm wird: Hier musst Du auf die Bremse!

Dresden/Sachsen - Wegen der milden Temperaturen, die nun endlich auf uns zukommen (TAG24 berichtete) hat in Teilen Sachsens die alljährliche Krötenwanderung begonnen, bzw. beginnt diese nun.

Tempo 30 soll helfen, damit so wenige Tiere wie möglich zu Tode kommen.
Tempo 30 soll helfen, damit so wenige Tiere wie möglich zu Tode kommen.  © DPA

Amphibien machen sie auf den Weg zu ihren Laichgewässern, wie der Naturschutzbund (Nabu) mitteilte. Die Vorsitzende Martina Limprecht rief Autofahrer zur Vorsicht auf.

"Es kommt jetzt darauf an, dass Autofahrer langsam fahren und auch mal genau hingucken", sagte sie.

Das Besondere in diesem Jahr kommt erst noch auf uns zu: Durch den ungewöhnlich raschen Temperaturanstieg verlassen sämtliche Amphibien nahezu gleichzeitig ihre Winterquartiere.

Naturschützer beobachteten Frösche, Erdkröten, Molche und Feuersalamander. "Wir haben dieses Jahr eine Komplettwanderung." Das warme Wetter wird wie ein Startknopf fungieren.

Der Tierschutzbund Sachsen bittet daher auch darum, dass alle Auto- und Motorradfahrer vorsichtig auf den Straßen sind. Besonders in der Dämmerung und bis etwa Mitternacht sind die liebestollen Tiere unterwegs.

Daher empfehlen Tierschützer, auf Landstraßen Tempo 30 zu fahren. Die Amphibien sterben nicht nur, wenn sie direkt überfahren werden. Auch der starke Luftdruck vorbeifahrender Autos genügt, um die empfindlichen Amphibien zu töten.

insgesamt gibt es in Dresden und Umgebung 3,3 Kilometer lang Kröten-Schutzzäune.
insgesamt gibt es in Dresden und Umgebung 3,3 Kilometer lang Kröten-Schutzzäune.  © DPA

Übrigens suchen Natur- und Tierschutzverbände noch Helfer, die die Tiere an Krötenzäunen einsammeln und sicher über die Straßen bringen. Auch im Garten kannst Du den Tieren helfen: Komposthaufen, Steinhügel oder Altholzhaufen anlegen, damit sich die Tiere verkriechen können. Schon in einem kleinen Tümpel oder Mini-Gartenteich können die Lurche laichen.

Das Umweltamt Dresden appellierte schon Anfang März, als das Wetter sich kurzzeitig frühlingshaft zeigte, an alle Autofahrer, die an den Fangzäunen aufgestellten Verkehrszeichen mit einer abgebildeten Kröte zu beachten!

In Dresden werden alle Amphibienzäune durch Anwohner und Naturschützer ehrenamtlich betreut.

Die Fangeimer werden am Morgen und Abend geleert. Im vergangenen Jahr konnten mehr als 22.000 Tiere eine gerettet werden. In diesem Jahre rechnet man wieder dem diesem Ergebnis.

In Dresden ist Aufmerksamkeit besonders hier gefordert: Krötenzäune gibt es beispielsweise an der Ullersdorfer Landstraße in Dresden-Weißig, am Rand der Dresdner Heide bei Liegau-Augustusbad und an der Langebrücker Straße in Klotzsche.


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