Tod in der Huschhalle: Angeklagter beteuert seine Unschuld!

Dresden - Auch in Gerichtsprozessen gibt es Pausen: Zum Beraten, fürs Mittagessen, Warten auf Zeugen. Das Landgericht Dresden musste am Donnerstag einen Prozess unterbrechen, damit sich der Angeklagte wieder beruhigt. Kenny P. (36) hatte den Richter angebrüllt.

Kenny P. (36) wurde am Donnerstag dem Richter gegenüber ausfallend, als der Fragen zur Tat stellte.
Kenny P. (36) wurde am Donnerstag dem Richter gegenüber ausfallend, als der Fragen zur Tat stellte.  © Ove Landgraf

Der Klempner ist des Totschlags angeklagt. Er soll in der Huschhalle Geza L. (†61) mit Tritten und Schlägen umgebracht haben. Nun erklärte Kenny seine Version: "Ich war auf dem Klo, hörte es poltern." Geza sei wohl gestolpert.

"Ich half ihm auf, da ging er mich an, riss mir die Halskette ab. Also gab es eine Auseinandersetzung. Dann lag er am Boden." Danach trollte sich Kenny in einen nahen Dönerimbiss, sah, wie Polizei und Notarzt an der Huschhalle vorfuhren.

Natürlich hatten der Richter Fragen: Ob Kenny Blut am Opfer gesehen hätte, wie schwer Geza verletzt war, ob er das Opfer kannte, warum er keinen Arzt rief. Das aber regte Kenny mächtig auf: "Nein!", brüllte er.

Er würde nichts beantworten. Im Gegenteil: "Das hab ich von meiner Zivilcourage. Jetzt sitze ich hier." Der Richter unterbrach daraufhin die Sitzung für 15 Minuten, damit sich der Wüterich beruhigt.

Übrigens sagte Kenny auch, er sei seinerzeit nur in der Huschhalle gewesen. Allerdings: Ein Video belegt, dass er an dem Abend in einer Spielhalle eine Frau schlug. Die Polizei kam, ließ Kenny aber laufen.

Im Toilettenbereich der Huschhalle soll der Klempner Geza L. (†61) totgeschlagen haben.
Im Toilettenbereich der Huschhalle soll der Klempner Geza L. (†61) totgeschlagen haben.  © Ove Landgraf

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