Freundin vergewaltigt: Peitschen-Roy will nicht in den Knast!

Dresden - Jeder Straftäter darf sein Urteil in der nächsten Instanz anfechten. So wie Roy S. (29). Der Buchbinder will vom Landgericht Bewährung statt Haft. Er hatte seine Freundin mit einer Peitsche verletzt und dann vergewaltigt.

Roy S. (29) kämpft gegen sein Urteil, will nicht in den Knast.
Roy S. (29) kämpft gegen sein Urteil, will nicht in den Knast.  © Ove Landgraf

Roy und Jana (46, Name geändert) waren nicht lange ein Paar. Die Beziehung scheiterte auch daran, dass er auf Peitschen-Sex stand, sie nicht. Trotzdem kreuzte Roy wieder auf, es kam zum Streit und Handgreiflichkeiten. So wollte er ihr das Intimpiercing entfernen, was sie abwehrte. Jana versuchte, Roy aus der Wohnung zu werfen. Es gelang nicht. Schließlich ging sie einfach ins Bett.

Prompt kam Roy hinterher, schlug die Frau unvermittelt und mehrfach mit der selbst gebastelten Leder-Peitsche und vergewaltigte sie. "Er hatte einen kalten, starren Blick", erinnerte sich das Opfer.

Am Amtsgericht kassierte Roy, der unter Tränen gestand und sich entschuldigte, zwei Jahre und sechs Monate Haft. Dagegen zog er nun vors Landgericht, fordert Milde und Bewährung: Immerhin sei sein Mandant nicht weiter vorbestraft, nie wieder auffällig gewesen und habe dem Opfer 10.000 Euro Schmerzensgeld zugesichert, argumentierte sein Verteidiger im neuen Prozess.

Der Staatsanwalt schüttelte dagegen den Kopf: "Ich halte das Urteil aus dem Amtsgericht für tat- und schuldangemessen." Nun muss das Landgericht neu entscheiden. Urteil folgt.

Mit einer Peitsche misshandelte der Buchbinder die Frau. (Symbolbild)
Mit einer Peitsche misshandelte der Buchbinder die Frau. (Symbolbild)  © 123RF