Keine Lust auf Politik mehr: Markus Ulbig macht Schluss

Dresden - Nach Ex-Ministerpräsident Stanislaw Tillich (59, CDU) hat auch Ex-Innenminister Markus Ulbig (54, CDU) seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Bei der Landtagswahl im Herbst 2019 wird Ulbig nicht mehr kandidieren. Er hat seinen Wahlkreis in Dresden.

Verabschiedet sich 2019 aus der Politik: Markus Ulbig (54, CDU). Zur Zeit ist er einfacher Landtagsabgeordneter.
Verabschiedet sich 2019 aus der Politik: Markus Ulbig (54, CDU). Zur Zeit ist er einfacher Landtagsabgeordneter.  © DPA / Sebastian Kahnert

Den gelernten Funkmechaniker und Verwaltungsbetriebswirt drängt's in die Wirtschaft. Ulbig:

"Ich habe mich als Freiberufler selbstständig gemacht und möchte mich darauf konzentrieren." Dabei geht es um Quartiersentwicklung in Kommunalverwaltungen.

"Es war eine schöne und spannende Erfahrung, als CDU-Politiker meinem Land dienen zu dürfen. Ich freue mich jetzt auf neue Herausforderungen.“ Ulbig wohnt in Pirna, wo er bereits acht Jahre lang bis 2009 Oberbürgermeister war.

Parteifreunde hatten diesen Schritt bereits erwartet. Der neue Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) hatte Ulbig im Dezember nicht in sein neues Kabinett berufen.

Ulbig war der sächsische Innenminister mit der längsten Amtszeit (seit 2009), stand aber unter Dauerfeuer - etwa durch den Abhörskandal in Dresden oder die Pannen im Fall Al-Bakr.


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