Neue Lehrpläne vorgestellt: Was Sachsens Schüler jetzt lernen sollen

Dresden - Sachsens Schüler sollen ab dem neuen Schuljahr verstärkt lernen, wie Demokratie funktioniert, was Nachhaltigkeit bedeutet und wie man mit Medien umgeht. Dafür wurden über 90 Lehrpläne überarbeitet oder neu geschrieben.

Kultusminister Christian Piwarz (43, CDU) hat viele Lehrpläne überarbeiten lassen.
Kultusminister Christian Piwarz (43, CDU) hat viele Lehrpläne überarbeiten lassen.  © Amac Garbe

Keine Revolution, aber eine wichtige Evolution, so Kultusminister Christian Piwarz (43, CDU): Politische Bildung, Medienkompetenz sowie Umweltschutz sollen an Grund-, Ober- und Förderschulen sowie Gymnasien künftig eine größere Rolle im Unterricht spielen.

Dies seien zukunftsentscheidende Fragen, die umfassend behandelt werden müssten, so Piwarz. Es hatte immer wieder Kritik gegeben, dass es in Sachsen viel zu wenig politische Bildung gebe.

"Insbesondere die Frage der Medienbildung, wie Informationen gesichtet, bewertet, kategorisiert, Meldungen und Meinungen verifiziert werden können, wird eine größere Rolle spielen", so der Minister.

Schon Viertklässler lernen nun den Umgang mit digitalen Medien. Politische Bildung/Gemeinschaftskunde wird bereits ab Klasse sieben Pflicht.

Die Überarbeitung war auch wegen der gekürzten Stundentafel nötig. Damit soll die Unterrichtsbelastung gesenkt werden - und es spart Lehrer. Während bei Gemeinschaftskunde und Informatik draufgesattelt wurde, wird teils bei Sport und Musik, aber auch in Kernfächern etwas gekürzt.

Beim Sport wird teils gekürzt. Das sorgt für Kritik.
Beim Sport wird teils gekürzt. Das sorgt für Kritik.  © dpa/Patrick Pleul

Titelfoto: dpa/Patrick Pleul

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