Brand-Ortung aus der Luft: Erste Drohne im Einsatz der Feuerwehr!

Dresden - Kleiner Flieger, große Erleichterung: Wenn es an unzugänglichen Stellen brennt, ist es für Sachsens Feuerwehrleute ein riskantes Glücksspiel, den Brand richtig einzuschätzen.

Wehrleiter Tobias Kröner (34) freut sich über die Hilfe aus der Luft.
Wehrleiter Tobias Kröner (34) freut sich über die Hilfe aus der Luft.  © Holm Helis

Deswegen überlegen viele Wehren zuerst Drohnen vorauszuschicken. Bei einem Waldbrand bei Ottendorf-Okrilla konnte die dortige Wehr nun erstmals auf Hilfe aus der Luft zurückgreifen.

"13 Uhr wurden wir alarmiert", sagt der Ottendorfer Wehrleiter Tobias Kröner (34). "Vor Ort stellte ich eine starke Rauchentwicklung im Wald fest. Allerdings ist der Wald dort auch sehr dicht." Glücklicherweise war ein Pressefotograf vor Ort, stellte seine Drohne zur Verfügung. "Sonst hätten wir den Polizeihubschrauber um Hilfe bitten müssen", so Kröner.

"So konnten wir feststellen, dass der Brand sich nicht weiter ausbreitet und wo er konkret ist." Nach vier Stunden war er gelöscht.

Genau aus diesem Grund überlegen sich Feuerwehren, eigene Drohen anzuschaffen. "Für jede einzelne Wehr wäre das wenig sinnvoll", sagt etwa Meißens Kreisbrandmeister Ingo Nestler (57).

"Deshalb schaffen wir im nächsten Jahr als Landkreis eine Drohne an." Derzeit wird ein Konzept für die Lufteinsätze erarbeitet.

Diese Aufnahmen halfen den Kameraden den Waldbrand einzuschätzen.
Diese Aufnahmen halfen den Kameraden den Waldbrand einzuschätzen.  © Rico Löb/xcitePress
Insgesamt 81 Einsatzkräfte brauchten vier Stunden, um das das Feuer zu löschen.
Insgesamt 81 Einsatzkräfte brauchten vier Stunden, um das das Feuer zu löschen.  © Roland Halkasch

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