Schon wieder: "Meissen"-Chef Blaschke mit Handy am Steuer erwischt!

Das Lachen dürfte ihm inzwischen vergangen sein: "Meißen"-Chef Tillmann Blaschke (54) wurde als Verkehrssünder verdonnert.
Das Lachen dürfte ihm inzwischen vergangen sein: "Meißen"-Chef Tillmann Blaschke (54) wurde als Verkehrssünder verdonnert.  © Holm Helis

Dresden - Von dem Geld hätte er sich gut einen Kaffee in edler Meissener Tasse gönnen können. Aber nein: Tillmann Blaschke (55), Chef der berühmten Porzellanmanufaktur Meissen, muss 90 Euro berappen, weil er mit Handy am Steuer erwischt wurde. Da half auch sein Einsatz im Amtsgericht Dresden nichts.

Im Februar 2017 war Blaschke im Audi Q5 über den Straßburger Platz gerauscht. Mit Handy in der Hand, so Polizisten, die ihn aus dem Verkehr gewunken hatten.

Zwar habe er die Missetat vor Ort eingeräumt, erklärte aber beim Amtsrichter, das sei ihm wegen "starker emotionaler Aufregung" rausgerutscht.

Stattdessen will er mit einem Navi hantiert haben. Aber da war - um im Bilde zu bleiben - das Porzellan schon zerdeppert.

Erstens sagte ein Polizist, Blaschke habe über das Gerät mit dem Finger gewischt: "So nutzt kein Mensch ein Navi."

Zweitens: Der edle Q 5 verfügt über ein eingebautes Navigationsgerät. Das wageneigene Navi sei nicht so optimal, wandte Blaschke ein, der beim Richter aber nicht punkten konnte.

Wohl aber in Flensburg. Denn einen Punkt kassiert der "Meissen"-Chef nun auch noch. Zum wiederholten Mal: Blaschke musste gar schon laufen wegen Raserei. Und er kassierte bereits einen Punkt, weil er mit Handy am Steuer erwischt wurde.

Übrigens an gleicher Stelle wie nun erneut. Das Urteil des Amtsgerichtes ist noch nicht rechtskräftig. Unangenehm ist es Tillmann Blaschke allemal. "Kein Kommentar", ließ er auf Anfrage ausrichten.

Titelfoto: Holm Helis