Beton-Idee für die Dresdner Heide!

Dresden - Die Dresdner Heide ist einmalig. Wer Sport treiben, mit dem Hund Gassi gehen oder mit Kindern den Wald erleben will, den zieht es in die Heide.

FDP-Chef und Mountainbiker Holger Zastrow (49) wünscht sich mehr Asphaltwege durch die Dresdner Heide.
FDP-Chef und Mountainbiker Holger Zastrow (49) wünscht sich mehr Asphaltwege durch die Dresdner Heide.  © Ove Landgraf

Für Rennräder oder Pendler ist der Wald jedoch zu holprig. Daher mehren sich Forderungen nach neuen Asphaltwegen.

Der Trend bisher war ein anderer: Um der Natur mehr Raum zu geben, wurden Asphaltstrecken renaturiert. Das Gleiche droht der letzten Asphaltstraße, dem Gänsefuß entlang der Hofewiese.

Deren Besitzer, FDP-Chef Holger Zastrow (49), macht sich jetzt nicht nur für den Erhalt des Gänsefußes stark. Er fordert vielmehr: "Man sollte über weitere asphaltierte Wege durch die Heide nachdenken."

Denkbar sei eine Nord-Süd- und Ost-West-Verbindung. So soll Dresden über die Heide sicher an Umlandgemeinden angebunden werden.

"Wer momentan mit Rennrad oder Trekkingrad Richtung Radeberg will, muss über die Landstraße ausweichen. Doch dort ist Radfahren hochgefährlich."

Das Asphaltband durch die Heide könne Teil des geplanten Radschnellweges Radeberg-Dippoldiswalde werden.

Aus Sicht mancher Radler könnte beispielsweise das Doppel-E wieder asphaltiert werden.
Aus Sicht mancher Radler könnte beispielsweise das Doppel-E wieder asphaltiert werden.  © Eric Münch

Unterstützung kommt von ungewohnter Seite.

"Es ist gut, dass die FDP das Thema aufwirft", so Konrad Krause (35), Sachsenchef des Fahrradclubs ADFC. Sein Ansatz: Ein etwa zweieinhalb Meter breiter Asphaltstreifen durch die Heide ist ökologisch sinnvoller als fünf Meter breite, geschlämmte und fest getrampelte Wege. Aus Sicht des ADFC wären mehrere Betonpisten denkbar.

Zum einen sollte entlang der Radeberger Landstraße schnellstmöglich ein Radweg gebaut werden. "Wenn die Topografie es erfordert, darf der Weg auch kurz durch die Heide führen", so Krause. Zudem soll der Asphaltweg Gänsefuß erhalten bleiben. Weiterhin fordert der ADFC einen in Abschnitten realisierbaren Asphaltweg, der Neustadt und Hellerau entlang der Prießnitz verbindet.

Gegenwind gibt es vom BUND. "Das klingt nach einer Schnapsidee der FDP und nach der Radfahrerlobby", sagt Landesgeschäftsführer David Greve (43).

"Auf Kosten der Umwelt sollen Radler von der Straße geholt werden, damit Autos freie Fahrt haben." Sein Vorschlag: ein Schutzstreifen für Radfahrer auf der Radeberger Landstraße bergauf.

Unterstützt den FDP-Vorstoß: Konrad Krause (35), Sachsenchef des ADFC.
Unterstützt den FDP-Vorstoß: Konrad Krause (35), Sachsenchef des ADFC.  © Ove Landgraf

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