Rechnungshof schlägt Alarm: Crystal kostet Sachsen Millionen

Karl-Heinz Binus (r.), Präsident des sächsischen Rechnungshofes, und Rechnungshofdirektor Peter Teichmann stellen den Jahresprüfbericht vor.
Karl-Heinz Binus (r.), Präsident des sächsischen Rechnungshofes, und Rechnungshofdirektor Peter Teichmann stellen den Jahresprüfbericht vor.

Dresden - Der Konsum von Drogen wie Crystal Meth kommt den sächsischen Steuerzahler teuer zu stehen. Der Hilfebedarf im Zusammenhang mit Crystal in Sachsen übersteige den Bundesdurchschnitt um das Vierfache, so Karl-Heinz Binus (63), Präsident des Landesrechnungshofes.

Kinder und Jugendliche müssten immer öfter in Heimen untergebracht werden, weil ihre Eltern crystalabhängig seien. Die Ausgaben für Heimerziehung insgesamt haben sich von rund 94 Millionen Euro im Jahr 2008 auf rund 184 Millionen Euro 2015 nahezu verdoppelt, hieß es.

Im Jahresprüfbericht zu den Kommunen wurde u.a. der Umbau des Dresdner Kraftwerks Mitte zu einem Domizil für die Staatsoperette und das Theater Junge Generation unter die Lupe genommen.

Moniert wurde die Kostensteigerung von 96,9 Millionen auf 112,8 Millionen Euro. Zudem seien trotz der Mehrkosten 1215 Quadratmeter weniger als ursprünglich geplant in den Bau einbezogen worden. Kritisiert wurden bei dem Projekt auch Vergabeverstöße.


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