Kurioser Schlauchboot-Prozess: Polizei versenkt Bußgeldbescheid gegen Elb-Kapitän

Dresden - Der irre Prozess um eine Schlauchboot-Fahrt auf der Elbe hat ein Ende. Der Amtsrichter stellte das Verfahren wegen "gravierender Fehler der Beamten" ein.

Steffen P. (49) muss die 500 Euro Bußgeld für seine Paddeltour nun doch nicht bezahlten.
Steffen P. (49) muss die 500 Euro Bußgeld für seine Paddeltour nun doch nicht bezahlten.  © privat

Wie TAG24 berichtete, kämpfte Kfz-Meister Steffen P. (49) gegen einen Bußgeldbescheid von 500 Euro. Er war am Männertag mit 0,52 Promille am Paddel des Schlauchboots erwischt worden.

Mit an Bord: die Kumpels Mario und Willy. Letzterer war als Bootsführer zwar nüchtern, bekam aber etwas ins Auge, sah nichts mehr. "Ich übernahm das Paddel, um uns sicher ans Ufer zu bringen", so Steffen P., der von einer Notlage ausging.

Die Polizei stoppte den angesäuselten "Bootsführer", nahm eine Anzeige auf. Aber: Danach durften er und seine Männer wieder in See stechen. Das hätte laut Richter aber freilich unterbunden werden müssen.

Treffer! Versenkt! Die Kosten für diesen irren Prozess übernimmt die Staatskasse.

Der Richter entschied aufgrund polizeilicher Fehler im Sinne von Steffen P. (Symbolbild)
Der Richter entschied aufgrund polizeilicher Fehler im Sinne von Steffen P. (Symbolbild)  © 123RF

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