62 Millionen Euro für Sachsen: Hierhin fließt der SED-Schatz

Dresden – Freude bei der Dresdner Stasi-Gedenkstätte Bautzner Straße. Die Einrichtung profitiert von einer neuen Ausschüttung aus dem Vermögen ehemaliger DDR-Parteien und -Massenorganisationen.

Die Gedenkstätte Bautzner Straße.
Die Gedenkstätte Bautzner Straße.  © Norbert Neumann

Der Vorstand des Trägervereins und die Leiterin der Gedenkstätte, Uljana Sieber, jubeln: „Es ist sehr gut, dass ein Teil des ehemaligen DDR-Parteivermögens dafür genutzt wird, Gedenkstätten in freier Trägerschaft zu unterstützen, die am historischen Ort zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beitragen. Die Gedenkstätte Bautzner Straße konnte sich erst durch Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen, die 2012 bis 2014 ebenfalls aus diesen Mitteln bestritten wurden, zu einer zentralen Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte entwickeln."

Das neue Geld werde der Verein nutzen, das sowjetische Kellergefängnis besser für Besucher zugänglich zu machen. "Damit entsteht die einzigartige Möglichkeit, die Dimensionen politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR von 1945 bis 1989 an einem eindrucksvollen historischen Ort zu zeigen."

Ebenfalls aus den 2018er Geldern bedacht wird die Sophienkirche/Busmannkapelle als neues Mahnmal. Die genaue Zuschusshöhe wird jeweils noch ermittelt.

Insgesamt fließen 62 Millionen Euro nach Sachsen. Allein das Ministerium für Wissenschaft und Kunst darf 16 Millionen verteilen.

Titelfoto: Norbert Neumann