Wird Sachsen-Ministerin SPD-Chefin? Entscheidung am Sonntag

Dresden - Das Rennen um die neuen Köpfe an der SPD-Bundesspitze geht in die letzte Runde. Bereits am Sonntagabend könnte eine Entscheidung stehen.

Integrationsministerin Petra Köpping .
Integrationsministerin Petra Köpping .  © Eric Münch

Eine der beiden führenden Genossen ist eventuell Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (61)! Sie wurde in jüngster Zeit angefragt, hat sich aber nicht beworben. Köpping würde wollen, ließ sie bereits durchblicken. Auch unter Verweis auf ihre doppelte Lebenserfahrung in Ost wie West.

Bundesweit war die beliebte Politikerin durch ihre Thesen und ihr Buch zu abgehängten DDR-Biografien bekannt geworden ("Integriert doch erstmal uns!").

Die Zeit drängt. Zwar können sich die Sozialdemokraten mit ihrer Suche nach einem Spitzenduo noch bis zum 1. September beschäftigen. Aber das wird zunehmend zur Last für die Ostländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo im Herbst gewählt wird.

Da sei jeder weitere Tag ein verlorener Tag, so Köpping jüngst intern. Denn das Posten-Gewurstele gibt ein nerviges Bild von der Partei, die in Sachsen laut Umfragen nur noch 8 Prozent bekommt, wenn ebenfalls am 1.9. der Landtag gewählt wird.

Hochspannung also; auch, wer an Köppings Seite stehen wird. Im Gespräch ist der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (59, SPD). Er und Köpping haben sich am Dienstag zu Sondierungsgesprächen in Berlin getroffen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Aus reinem Proporz ein West-Genosse. Aus Sachsen hat bislang ganz offiziell Alexander Ahrens seinen Hut in den Ring geworfen. Der 53-Jährige ist OB von Bautzen.

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