Partei-Skandal: FDP-Mann beleidigt Henryk M. Broder als "Hofjuden"

Dresden - Ein Foto von Publizist Henryk M. Broder (72) mit der AfD-Chefin Alice Weidel (39) sorgt im Internet für Entrüstung.

Henryk M. Broder wird im Netz beschimpft.
Henryk M. Broder wird im Netz beschimpft.  © Stephanie Pilick/dpa

Auch FDP-Stadtratskandidat Stefan Scharf (28) mischte mit, bezeichnete Broder, dessen Eltern Holocaust-Überlebende waren, als "Hofjuden mit neuer Dienstherrin".

"Hofjuden" gelten im antisemitischen Stereotyp als fremde Einflüsterer, als reiche Strippenzieher. Die Aussage des neuen FDP-Hoffnungsträgers stieß folgerichtig auf enorme Kritik im Internet, beim politischen Gegner, aber auch in den eigenen Reihen.

"Über die Wortwahl bin ich schockiert. Um es deutlich zu machen: Antisemitismus hat in der FDP nichts zu suchen! Ich rüge das Verhalten ausdrücklich. Ich werde das Thema auf der nächsten Vorstandssitzung behandeln", so FDP-Chef Holger Hase (42), der Scharf zudem aufforderte, den Beitrag zu löschen.

Scharf selbst will falsch zitiert haben und teilte mit: "Ohne Umschweife, es war ein Fehler. Für die entstandenen Kränkungen bitte ich um Entschuldigung."

Dieser Eintrag auf Twitter sorgte für Empörung.
Dieser Eintrag auf Twitter sorgte für Empörung.  © Screenshot Twitter

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