Dieser Eisverkäufer hatte auch Hasch im Angebot!

Dresden - Schwedische Gardinen statt Dolce Vita: Il Gelataio (italienischer Eishersteller) Carlo A. (29) muss für fünf Jahre und drei Monate hinter Gitter. Weil er neben Stracciatella, Schoko- und Vanilleeis auch Marihuana und Crystal verkaufte!

Kein Dolce Vita in Sachsen: Eisverkäufer Carlo A. (29) muss für lange Zeit hinter Gitter.
Kein Dolce Vita in Sachsen: Eisverkäufer Carlo A. (29) muss für lange Zeit hinter Gitter.  © Steffen Schulze

Dabei war eigentlich alles gut: Seine Eltern betreiben ein Eiscafé. Carlo schmiss die Schule, um wie sein Papa ein Gelataio zu werden. Doch das reichte wohl nicht. Kumpels handelten mit Drogen. Carlo sorgte für Nachschub.

Als Kurier und Organisator agierte Timm S. (27). Der Vorbestrafte nutzte die Gelegenheit bei seiner Ausbildung zum Immobilienmakler in Leipzig, um die Drogen mitzubringen. Die wurden bei Carlo deponiert und von dort insgesamt ein Kilo Crystal, gut zwei Kilo Hasch und 80 Gramm Kokain verteilt.

Bis das LKA Timm observierte: Mit 500 Gramm Crystal im Auto kam er aus Leipzig, absolvierte noch einen Termin bei der Bewährungshelferin und ging dann ins Eiscafé.

Er bekam den Wohnungsschlüssel von Carlo und legte ihm das Rauschgift daheim, verpackt als Geschenk, unters Kopfkissen. Als Timm das Haus verließ, klickten Handschellen.

Der Eisverkäufer bekam das mit und ging stiften. Er floh nach Italien, wurde gefasst, saß wochenlang in Auslieferungshaft. Im Prozess gestand der Italiener alles und wurde verurteilt.

Übrigens: Das Urteil gegen Timm hob der Bundesgerichtshof inzwischen auf. Gegen ihn muss neu verhandelt werden.

Diese Eistüte macht nicht satt, sondern high: Über das Café seiner Eltern vertickte der Junior nämlich auch Drogen.
Diese Eistüte macht nicht satt, sondern high: Über das Café seiner Eltern vertickte der Junior nämlich auch Drogen.  © 123RF

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