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Tierschützer decken Missstände in sächsischen Mastbetrieben auf

Diese Bilder von Animal Rights Watch dürften viele schockieren

Eine Sauerei, was da in manchen Ställen in Sachsen läuft: Tierschützer von Animal Rights Watch decken auf.

Dresden - Ein augenzwinkerndes Schwein mit Glücksklee im Rüssel, mit Ferkel spielende Kinder auf dem Bauernhof - so will uns die Werbung von Lebensmittelhändlern und Agrarverbänden eine schöne heile Welt der Fleischproduktion schmackhaft machen. Dabei sollte einem manchmal das Schnitzel im Halse stecken bleiben.

Tierschützer verschafften sich heimlich Zugang.
Tierschützer verschafften sich heimlich Zugang.

Die Tierschutz-Organisation Animal Rights Watch (Ariwa) hat jetzt verstörende Bilder aus zwei sächsischen Ställen veröffentlicht, die zeigen, wie die Schweine im Freistaat teils unerträgliche Schmerzen erleiden müssen.

Es sind schockierende Bilder, die man dem Leser in seinen Details eher nicht zumuten will: neugeborene Ferkel, die qualvoll sterben. Schweine mit blutigen Schwänzen und Klauen, angefressenen Ohren, entzündeten Beinen, schmerzhaften Gelenkgeschwüren, handtellergroßen Wunden und Verletzungen...

Tierschützer hatten sich unangemeldet Zutritt in die Ställe verschafft, um das Leid zu dokumentieren. Diese Bilder entstanden im Februar in zwei sächsischen Schweinezucht-Firmen, die auf der Internetseite des Landwirtschaftsministeriums auch als Ausbildungsbetriebe beworben werden: das Landgut Staritz (bei Belgern) und die Leicoma Pig Zucht (bei Leisnig).

Ein Schwein mit einer blutigen Klaue. Für die Wundheilung wird nichts getan.
Ein Schwein mit einer blutigen Klaue. Für die Wundheilung wird nichts getan.

Zuständig für Tier- und Verbraucherschutz ist allerdings das Sozialministerium, dem die Veterinärämter der Landkreise unterstehen. Nach der TAG24-Anfrage wurden die Schweineställe Ende April noch einmal unangekündigt kontrolliert.

Der Geschäftsführer vom Landgut Staritz räumte ein, dass es zum Zeitpunkt der Aufnahmen urlaubs- und krankheitsbedingt Personalmangel gab. Die Kontrolleure protokollierten nicht nur bauliche Mängel (mangelhafter Gülleabfluss, zu wenig Licht), sondern auch tiergesundheitliche Probleme: Folgen von Schwanzbeißen, Ohrrandnekrosen, Erkrankungen der Gliedmaßen. Es wird erwogen, den Fall an den Staatsanwalt abzugeben.

Auch in Leisnig stellten die Kontrolleure Ohrrandnekrosen fest (also absterbendes Gewebe). Als Ursache brachte der Tierarzt eine verstörende Vermutung ins Gespräch: Sie könnte fütterungsbedingt sein, weil der Verbraucher unnatürlich helles Schweinefleisch erwartet. In dem Betrieb gab es im Februar offensichtlich ein "Kannibalismus-Problem" unter den Schweinen.

Zwar entdeckten die Kontrolleure genügend Hinweise auf erhebliche Mängel, die von der Tierschutzorganisation aufgedeckten Tierquäler-Zustände wollten sie aber nicht in Gänze bestätigen. Waren die schockierenden Bilder eher ein Zufall? Ariwa-Sprecherin Sandra Franz: "Die Aufnahmen unserer Dokumentations-Teams zeigen eigentlich in allen Ställen skrupellose Tierquälerei. Dieses Mal halt in Sachsen."

Info: www.ariwa.org

Bauern-Boss wittert "Stimmungsmache"

Sachsens Bauernpräsident Wolfgang Vogel geht lieber auf die Tierschützer los.
Sachsens Bauernpräsident Wolfgang Vogel geht lieber auf die Tierschützer los.

Wie sind solche schockierenden Bilder aus Sachsens Ställen möglich? Unsere Anfrage an den Bauernverband beantwortete Präsident Wolfgang Vogel höchstpersönlich. Doch zur Tierquälerei oder möglichen "Schwarzen Schafen" in der Branche äußert er sich nicht.

Stattdessen geht er frontal auf die Tierschützer los: "Das ist doch nur Stimmungsmache und Eintreiben von Spendengeldern. Daher fordere ich im Namen unserer Mitglieder, dass dieser Organisation der Status der Gemeinnützigkeit umgehend aberkannt wird."

Allerdings stärkt die Justiz den Tierschutz-Filmern neuerdings den Rücken. Das Oberlandesgericht Naumburg sprach im Februar drei Ariwa-Aktivisten vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei. Sie hatten in Sachsen-Anhalt ähnliche Bilder veröffentlicht.

Der Senat drückte in aller Deutlichkeit aus, dass er die angeklagten Taten als gerechtfertigt erachtet und dass der Tierschutz ein dem verletzten Hausrecht übergeordnetes Rechtsgut darstellt.

Millionen Tiere verenden noch vor der Fahrt zum Schlachthof

Während einzelner Wachstumsphasen werden die Schweine von einem Stall in den anderen gekarrt.
Während einzelner Wachstumsphasen werden die Schweine von einem Stall in den anderen gekarrt.

Etwa 60 Millionen Schweine werden jedes Jahr in deutschen Schlachthöfen getötet. Sie landen dann an unserer Wursttheke oder gehen in den Export.

Eine aktuelle Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover offenbart einen grausamen Kollateralschaden der Fleischindustrie: Mehr als 13 Millionen weitere Schweine überleben erst gar nicht die Tortur der Mast und durchleben in den Ställen unvorstellbare Qualen bis zu ihrem Tod.

Ein armes Schwein, was vor der Fahrt zum Schlächter verendet, landet in einer teils steuerfinanzierten Tierkörperbeseitigung-Anlage. Aus solchen Anlagen ließen sich die Forscher über 600 Kadaver anliefern, um sie zu untersuchen.

Fazit: Bei über der Hälfte der Tiere muss man davon ausgehen, dass sie über einen längeren Zeitraum erheblichen Schmerzen ausgesetzt waren. Mutmaßlicher Grund: Eine angemessene tierärztliche Versorgung übersteigt die Kosten, die der Verkauf des Tieres bringen würde.

Nach Einschätzungen von Ariwa werden weitere vier Millionen Ferkel noch am ersten Lebenstag als angeblich "nicht überlebensfähig" getötet oder unversorgt einem langsamen Tod überlassen.

Von den rund sechs Millionen tot geborenen Ferkeln ersticken bis zwei Drittel durch frühes Reißen der Nabelschnur im Mutterleib.

Letztlich landen sie dann doch im Schlachthof – wenn sie die Tortur bis dorthin überhaupt überleben konnten.
Letztlich landen sie dann doch im Schlachthof – wenn sie die Tortur bis dorthin überhaupt überleben konnten.
Eine leckere heile Konsumwelt bekommen wir zu sehen. Außerdem preiswert. Bezahlt haben die Tiere mit ihrem Leiden.
Eine leckere heile Konsumwelt bekommen wir zu sehen. Außerdem preiswert. Bezahlt haben die Tiere mit ihrem Leiden.

Fotos: Animal Rights Watch, dpa/Sebastian Gollnow, imago/Marius Schwarz, imago/Westend61, imago/Ralph Lueger

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