Warum werden in Dresden so viele Autos geklaut?

Dresden - Fast überall verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) weniger gestohlene Autos - nicht so in Dresden. Hier sehen die Ermittler einen Anstieg um 22,6 Prozent. Insgesamt 445 Auto-Klau-Verfahren hatten die Fahnder 2018 auf dem Tisch, eine Herausforderung für die Soko KfZ.

Der Autoklau hat dem Dresdner Polizeipräsidenten Jörg Kubiessa (54) die Statistik verhagelt.
Der Autoklau hat dem Dresdner Polizeipräsidenten Jörg Kubiessa (54) die Statistik verhagelt.  © Steffen Füssel

"Die Eigentumskriminalität entwickelt sich nicht homogen", sagt Dresdens Polizeipräsident Jörg Kubiessa (54). "Zum Teil deutlichen Rückgängen bei Diebstählen aus Wohnungen und Büros steht ein Anstieg bei der Kriminalität rund um KfZ oder Fahrrad gegenüber."

Doch warum verschwinden in Dresden so viele Autos? "Die Landeshauptstadt ist ein Ballungsgebiet", sagt Hauptkommissar Hauswald (44), Leiter der Soko KfZ. "Hier finden die aus Polen und Tschechien heraus operierenden Banden viele für sie interessante Marken."

Dazu kommt, dass die Flucht über die Autobahnen 4 und 17 recht schnell möglich ist. "Mit strukturierter Ermittlungsarbeit gehen wir gegen die Banden vor", so der Ermittler.

"Ich denken wir sind da auf einem gutem Weg, auch was die Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien angeht."

Ein bundesweites Problem sind Sicherheitslücken in der Technik, so beim schlüssellosen Starten. "Die Methode ist auf dem aufsteigenden Ast", so der Kommissar. "Am Ende sind hier aber die Automobilhersteller gefragt, Lösungen zu finden."

Immer wieder schnappt die Polizei Autodiebe auf den Autobahnen rund um Dresden.
Immer wieder schnappt die Polizei Autodiebe auf den Autobahnen rund um Dresden.  © rl/xcitePress

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