Alles ist vorbereitet: Jetzt kann der Winter kommen!

Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes Prof. Reinhard Koettnitz (60) im Salzlager vom Winterdienst Dresden.
Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes Prof. Reinhard Koettnitz (60) im Salzlager vom Winterdienst Dresden.

Von Dirk Hein

Dresden - Bei frühlingshaften Temperaturen bereitet sich der Winterdienst mit Hochdruck auf Schnee und Eis vor. Zwei milde Winter und immer mehr High-Tech in den Maschinen lassen die Stadt entspannt auf die nächsten Monate schauen. Doch es gibt auch Probleme.

Bis zu 10.000 Tonnen Salz verbraucht die Stadt, falls ein Winter tatsächlich winterlich wird. Im letzten Winter wurden aber lediglich 2.000 Tonnen verbraucht. Dadurch wurden nicht einmal die kompletten Lager (3.500 Tonnen) geleert. Das hat Konsequenzen.

„Wir sind vertraglich verpflichtet, jedes Jahr 6.000 Tonnen zu kaufen. In harten Wintern rettet uns das, weil wir garantiert beliefert werden. Jetzt mussten wir hingegen 20.000 Euro Vertragsstrafe zahlen“, so Reinhard Koettnitz (60), Chef des Straßen- und Tiefbauamtes.

Ein Teil der Winterfahrzeuge ist bereits technisch auf den neusten Stand gebracht. Sie sind bestens auf den Winter vorbereitet.
Ein Teil der Winterfahrzeuge ist bereits technisch auf den neusten Stand gebracht. Sie sind bestens auf den Winter vorbereitet.

Dennoch versucht Koettnitz, so effektiv wie möglich zu arbeiten.

Zwölf der 43 Winterdienstfahrzeugen sind mittlerweile komplett technisch aufgerüstet, erfassen exakt, wann und wo wie viel Salz gestreut wird. „Das hilft, externe Partner zu kontrollieren, und ermöglicht unsere Nachweispflicht, falls es trotz Winterdienstes zu einem Unfall kommt.“

Große Teile des Winterdienst-Netzes werden zudem mittlerweile digital überwacht. Etliche Sensoren funken Straßentemperatur und eventuellen Regen in die Zentrale. Dort wird eine Prognose erstellt, wann es wo zu Glatteisbildung kommen kann.

Die ersten Ergebnisse: „Wir konnten ein Drittel der Kontrollfahrten einsparen“, sagt Reinhard Koettnitz.

Geld, das die Stadt nicht für den Winterdienst braucht, wird für das spätere Flicken der Frostschäden verwendet.

Fotos: Marko Förster


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